Wenn der Nachbar in der Krippe steht

Egbert Schmitt ist ein Mann mit einem besonderen Gespür für Menschen und Gesichter, seinen Mitmenschen verhilft er nicht selten zu einem ­hölzernen Zwilling.

So richtig klassisch gelernt hat Egbert Schmitt das Schnitzen nie. Aber fasziniert hat es ihn von Kindesbeinen an. „Schnitzereien haben mich schon immer magisch angezogen“, erinnert er sich. „Wenn wir im Urlaub im Bayerischen Wald waren, bin ich an keinem Geschäft mit Holzschnitzereien vorbeigekommen.“ – Die horrenden Preise dagegen hätten ihn eher abgeschreckt. Und so begann er mit 30 Jahren einfach nach dem Schnitzmesser zu greifen und anzufangen. „Es war um die Weihnachtszeit, Geld war nicht so viel da, aber eine Familie, und die brauchte eine Weihnachtskrippe, also habe ich halt auf die Schnelle ein paar Holzscheite geholt und angefangen.“ Schmitt hat diese Krippe noch – Maria, Josef und das Kind – in einem Schuhkarton. Mit dem Ergebnis ist er heute nicht mehr so zufrieden, für den Laien ­allerdings ist schon dieses Erstlingswerk gelungen. Entmutigen ließ sich Schmitt nie, er schnitzte einfach drauflos und wurde dabei immer besser. „Ich wollte bewußt keinen Kurs besuchen, sondern meinen eigenen Stil entwickeln“, erklärt er, und dann sei das Ganze „wie eine Sucht geworden“.

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