Schlagwort: Erinnerungskultur

Ausgabe September / Oktober 2017 | Religion

Gute Orte

In zwei sorgfältig gestalteten und lektorierten Fotobänden beschäftigt sich Lothar Mayer in Bild und Text mit den jüdischen Friedhöfen in Unter-, Mittel- und Oberfranken.

Gute Orte
Daß Jesus, wenn es ihn denn als historische Person gegeben hat (ein Bauernopfer orthodoxer Pharisäer an die römische Staatsmacht), ein beschnittener Jude war, verdeckt jedes Kruzifix mit dem hinzuerfundenen Lendentuch bis heute. Auch die spätestens um 1200, wohl im Zusammenhang mit jüdischen Migrationen in Mittel- und Osteuropa, in lebensgroßen Skulpturen an/in Kirchen postierten Allegorien der [...]
Ausgabe September / Oktober 2020 | Politik & Gesellschaft

Stadt ohne Juden

„DenkOrt Deportationen 1941 bis 1945“ – eine Kritik (und ein Sonderdruck mit einer Erwiderung und einer Erwiderung der Erwiderung)

Stadt ohne Juden

Er wollte wohl nur Judenhasser etwas zur Besinnung bringen; angeregt von der Schmiererei „Juden raus“ in einer öffentlichen Toilette in Wien verfaßte der bis dahin eher mäßig populäre österreichische Schriftsteller Hugo Bettauer „Die Stadt ohne Juden – einen Roman von übermorgen“. Die im Wien, Utopia genannt, der 1920er Jahre spielende Satire erzählt mit einer aus […]

Blogbeitrag vom 05.07.2020 | Autor + Foto: Wolf-Dietrich-Weißbach

Inakzeptabel

Angesichts der Erfolge der AfD müßten wir mehr denn je unsere „Erinnerungskultur“ nach Versäumnissen und Fehlleistungen befragen. Ein DenkOrt nach Art einer Eventästhetik, groß und schwer, wird – selbst wenn noch einige Koffer hinzukommen – sicher schwerer, aber keinesfalls gewichtiger. Für die Opfer bzw. die Nachfahren der Opfer kann ein derartiges Heterotop den persönlichen Erinnerungen vielleicht mehr oder weniger gerecht werden (auf längere Sicht ist auch dies zu bezweifeln); den Nachfahren der Täter jedoch banalisiert diese, man möge mir verzeihen: Puppenstube den Anlaß des Mahnmals. Das glatte Nachbauen einer Fotografie (ein Medium, das selbst nur Oberfläche ist) verdeckt, was offenbart werden muß. Jeder Versuch emphatischen Nacherlebens kann, gemessen am eben unvorstellbaren Ausmaß des Schreckens, der Verbrechen, der Gewalt, der kollektiven Geisteskrankheit, wie sie von der historischen Wissenschaft erforscht wurde und noch immer wird, nur als Lüge, als verharmlosende Deckerinnerung angesehen werden. Um es ganz nüchtern auszudrücken: Bei dem DenkOrt am Würzburger Hauptbahnhof stimmen Form und Inhalt (im Gegensatz etwa zum Holocaust-Mahnmal in Berlin) nicht überein. (In der Würzburger Kulturzeitschrift nummer, Ausgabe 153 – erscheint im August – wird dieses Urteil ausführlich begründet werden.)

Weitere Publikationen vom Verlag Kendl & Weissbach

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