Türkisch-fränkische ­Rhapsodie

Der Türke und der Franke! Regelmäßig und doch lose verbunden wie die musikalischen Themen einer Rhapsodie. Wer jedoch glaubt, man habe erst seit den Zeiten von Wirtschaftswunder und Gastarbeitern ­miteinander zu tun, müßte eigentlich eines anderen belehrt werden. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Richten wir den Blick nur auf die vergangenen rund sechzig Jahre, durchaus mit kritischem Fokus auf manch „lieb gewonnene“ deutsche Denkfigur.

„Der Islam gehört zu Deutschland.“ Im Januar 2015 erregte der damalige Bundespräsident Christian Wulff mit diesem Statement die Gemüter und setzte so eine kontroverse Diskussion in Gang. Davon unbeeindruckt trafen und treffen sich seit 1995 im Nürnberger Kulturtreff Villa Leon türkische Ruheständler. Und sie – alles Muslime – gehören ohne viel Gedöns schon seit Jahrzehnten zu Deutschland. Jeden Donnerstagvormittag haben sie einen „festen Termin“, den kaum einer von ihnen versäumt. Denn hier kann man miteinander plauschen, trinkt heißen Chai, ißt mitgebrachte türkische Köstlichkeiten. Immer wieder organisiert man auch Ausflüge, ganz im Sinne bundesrepu­blikanischer Correctness: Man fährt zum Europaparlament oder man besucht den Bayerischen Landtag.

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