Stromspeicher, Impfungen gegen Krebs und medizinische Bildgebung: Vieles, was uns heute alltäglich erscheint, war noch vor vergleichsweise kurzer Zeit ein wissenschaftlicher Paukenschlag. Welche Rolle Nobelpreisträger der Universität Würzburg dabei spielten – und wie ihre Entdeckungen bis heute nachwirken.
Ein Knopfdruck, ein leises Surren – und schon erscheint es: ein Bild unseres Kieferknochens, unseres Unterarms oder unseres Oberschenkels. Täglich entstehen weltweit genauso hunderttausende Röntgenaufnahmen – schnell, schmerzfrei und präzise.Was für Patientinnen und Patienten heute medizinische Routine ist, galt 1895 noch als Sensation: Damals, am Abend des 8. November, entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen am Physikalischen Institut der Universität Würzburg eine bis dahin unbekannte Strahlung. Diese kann – wie er herausfand – Haut und Muskeln durchdringen und so das menschliche Skelett sichtbar machen. Vor allem für [...]
Ausgabe November / Dezember 2025 | Wissenschaft
Wie sahen Städte und Dörfer im 16. Jahrhundert aus – und was erzählen uns alte Stadtansichten heute noch über ihre Geschichte? Mit dem Themenportal „Ottheinrich“ ermöglicht die Universitätsbibliothek Würzburg (UB) einen neuen Zugang zu einem einzigartigen Kulturschatz: dem Reisealbum des Pfalzgrafen Ottheinrich von 1536/37.
Krakau (UB Würzburg, Delin.VI,9,49) Die rund 50 Federzeichnungen zeigen Stationen der drei Monate dauernden Reise des Pfalzgrafen Ottheinrich von der Pfalz, der mit seinem Gefolge über 2.200 Kilometer durch die heutigen Gebiete Süddeutschland, den tschechischen Landesteil Böhmen, Polen und Ostdeutschland zurücklegte. Die Darstellungen gehören zu den frühesten visuellen Zeugnissen vieler Orte und dokumentieren damit ein wertvolles Stück vormoderner Regionalgeschichte. Die colorierten Ansichten ermöglichen einen „letzten Blick“ in die städtischen Strukturen des Spätmittelalters, denn die Auswirkungen der damals neuen, schießpulverbasierten Waffentechnik auf die städtischen Befestigungsanlagen sind [...]