„Nemberch Ahaaa!“ - Na ja! Der Schlachtruf der Nürnberger zur Faschingszeit nimmt sich etwas kläglich aus gegen das Helau und Alaaf am Rhein. Der Nembercher mag es halt nicht so – das bunte Faschingstreiben und bezeichnet sich gern mal als Faschingsmuffel. Aber stimmt das?
Zur Ausstellungseröffnung im Germanischen Nationalmuseum Ablaßkrämer – er verkaufte im Mittelalter und der frühen Neuzeit Ablaßbriefe, die Sündenerlass versprachen. Abb: Germanisches Nationalmuseum Von wegen! Schaut man auf das späte Mittelalter, dann wird man erstaunt feststellen, daß gerade die Norisstadt hier ihresgleichen suchen mußte. Da sollten die Kölner mit ihrem „Zoch“ am Rosenmontag eigentlich vor Neid erblassen, ist der doch gerade mal schlappe 200 Jahre alt. Für Nürnberg hingegen ist das ausgelassene Treiben bereits seit 1449 urkundlich belegt. Hier, in der fränkischen Hochburg der Narren, steppte [...]