Wenn ­Melchancholie eine Landschaft hat

Nordbayerischer Kurier am 31. August 1982: „In wenigen Jahren wird man nur noch aus den Geschichtsbüchern ­erfahren können, was da an der Pegnitz einst war, und nur die alten Leute werden erzählen können, wie es war.“ Genau so kam es. Hermann Hollfelder und Martin Rost sind über siebzig Jahre alt. Sie wohnten in Fischstein und in Oberbrand. Ihre Dörfer sind ­verschwunden.

Genau hier stand unser Haus“, sagt Martin Rost, „und dort drüben das vom Kohl Michel, unserem Nachbarn.“ Rost hält ein altes Foto in der Hand. Dar­auf ein Einfamilienhaus mit hübschem Obstgarten. Der Garten ist jetzt eine verwilderte Wiese. Ein paar der Bäume stehen noch. Knorrig stemmen sie sich gegen den Verfall. Mehr ist nicht geblieben vom Weiler Oberbrand, in dem Rost seine Kindheit und Jugend verbrachte. Wir schauen vom welligen Grashügelland hinunter zur Pegnitz. Dort lag einst Rauhenstein. Ein schmales Sträßchen schlängelt sich zu einem weiteren Nachbarort: Fischstein.

anzeige

anzeige
Sie möchten den Artikel gerne zu Ende lesen?

Das Franken Magazin steht unseren Abonnenten als Online-Archiv kostenlos zur Verfügung. Wenn Sie unseren Service also in vollem Umfang nutzen möchten, abonnieren Sie am besten noch heute unsere Print-Ausgabe und erhalten den Online-Zugang gratis.

Abonnement abschließen
Ich bin bereits Abonnent

Sie können sich noch nicht entscheiden? Einige Artikel sind auch für Nicht-Abonnenten kostenlos. Hier finden Sie eine Übersicht aller kostenlosen Artikel: Zur Kategorie 'kostenlos'