Archiv: März / April 2019



Liebe Leserin, lieber Leser…

Versuchen wir also erstmal Tiere und Pflanzen zu retten, bei denen vermutlich jedes Bemühen zu spät kommt. Im Katastrophenvorverkauf gäbe es da schon das eine oder andere Schnäppchen: Die Unterschrift bei einem Volksbegehren zur Rettung des Amur­leoparden – es gibt angeblich noch 86 Exemplare – entspricht dann in etwa der Subscription einer letzten Ausgabe bzw. dem Eintrag in einem Kondolenzbuch. Aber der gute Wille ist belegt. Wir können uns auch um die Rettung postnaturaler Wesen, z. B. dem A 380, bemühen. Schon gut! Man kann eben nur noch sarkastisch werden. Wir haben eine Welt voller großer Probleme und anstatt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, lassen wir uns von Populisten gewissermaßen in Geiselhaft nehmen. Über Monate lähmen Themen wie Brexit, Große Mauer, Diesel usw. den öffentlichen Diskurs. Und in all diesen Fällen geht es mehr oder minder deutlich nicht um Freiheit, Selbstbestimmung, Sicherheit oder saubere Luft, sondern vor allem um die Vorteile einiger weniger. Darum geht es übrigens auch, wenn jetzt wieder weltweit aufgerüstet wird. Was gäbe man nicht dafür, wenn zur Abwechslung einmal Dummheit und skrupellose Machtpolitik von Aussterben bedroht würden? Lassen Sie sich die Laune nicht verderben! In den Texten unserer neuen Ausgabe können Sie und sei es zwischen den Zeilen lesen, daß es sich lohnt, für unsere Welt zu kämpfen.

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Wenn ­Melchancholie eine Landschaft hat

Nordbayerischer Kurier am 31. August 1982: „In wenigen Jahren wird man nur noch aus den Geschichtsbüchern ­erfahren können, was da an der Pegnitz einst war, und nur die alten Leute werden erzählen können, wie es war.“ Genau so kam es. Hermann Hollfelder und Martin Rost sind über siebzig Jahre alt. Sie wohnten in Fischstein und in Oberbrand. Ihre Dörfer sind ­verschwunden.

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New York, New York …

Seit 65 Jahren baut Karl Sperber in Burgebrach an seiner Megacity aus Pappe. Über 4000 Gebäude, Fabriken, Kirchen, Wohnanlagen, Bahnhöfe und vor allem Wolkenkratzer – alle im Maßstab 1:500 – können in seinem Ausstellungsraum bewundert werden.

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Frauenpower beim Würzburger Mozartfest

Sind Frauen mehr kulturaffin als Männer? Fast möchte man es vermuten, wenn man den weiblichen Anteil von Konzertbesuchern vergleicht mit dem männlichen. Und doch werden meist ­Kulturinstitutionen von Männern geleitet.

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Savoir-vivre im Weinhäusle

Lust-und Laune-Essen in Hammelburg Anderswo nennt sich die Visitenkarte des Restaurants „Speisekarte“ oder minimalistisch „Menü“. Sie präsentiert ihre Gerichteauswahl je nach Image in stilvollem…

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Wärme im Gesicht und ein Prickeln im Blut

Fränkischer Humboldt, Frankens Karl May, Drogenbaron, Schriftsteller, Forscher – Schwebheims berühmtester Sohn hat viele Bei­namen. Dabei war Ernst von Bibra eine durch und durch schillernde Persönlichkeit, die sich so schnell in kein Raster pressen läßt.

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Türkisch-fränkische ­Rhapsodie

Der Türke und der Franke! Regelmäßig und doch lose verbunden wie die musikalischen Themen einer Rhapsodie. Wer jedoch glaubt, man habe erst seit den Zeiten von Wirtschaftswunder und Gastarbeitern ­miteinander zu tun, müßte eigentlich eines anderen belehrt werden. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Richten wir den Blick nur auf die vergangenen rund sechzig Jahre, durchaus mit kritischem Fokus auf manch „lieb gewonnene“ deutsche Denkfigur.

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Lust auf Meer!

Mehr Bewegung, mehr Entspannung, mehr Gesundkost, Detoxen, öfter mal in die Sauna und endlich wieder Schwimmen gehen …Unsere Autorin hat sich vorgenommen, die zu Silvester gefaßten guten Vorsätze tatsächlich umzusetzen. Dafür hat sie den perfekten Platz gefunden: die Obermain Therme in Bad Staffelstein

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Im Land der Tratschbasen und Rüttelflieger

Plecotus austriacus – ein Graues Langohr hat ihn angesehen, ganz unvermittelt, Auge in Auge, mit neugierigem Abschätzen, ein paar intensive Augenblicke lang, die zu den ganz besonderen im Leben gehören. Christian Söder ist auf diese Weise unwiderruflich den Fledermäusen verfallen und macht inzwischen das Kitzinger Land komplett zum Fledermaus-Land mit eigenem Flatterhaus in Hellmitzheim.

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Knackelbeere – Fragaria viridis

Verführung in Rot – aromatisch und gesund. Unsere Serie: Heilpflanzen vom Magerrasen Diese Frucht ist eine ausgesprochene Verführerin. Doch anders als eine verderbliche Sirene hält sie, was sie verspricht. Die Erdbeere sendet…

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Sagen aus Oberfranken

Der Burgsteinbecher – nacherzählt von Sabine Raithel Im Frankenwald, im Westen des Landkreises Hof, an der Grenze des Landkreises Kronach und nahe dem Bundesland Thüringen, liegt die…

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Familien-Bande

Ein schnelles Auto war einst der Traum eines jeden Buben. Heute begeistern sich junge Leute mehr für schnelles WLAN. Und immer weniger von ihnen drehen sich nach einer eleganten Limousine um. Eher bestaunen sie ein wohlgestyltes Smartphone. Es sieht also nicht gut aus für die Zukunft der Automobilität. Solchen Pessimismus quittiert Dieter Süßenguth mit einem breiten Lachen. Der Kfz-Meister setzt auf solides Handwerk – und auf seine drei Söhne. Eine Besichtigung der „H & S Kraftfahrzeug GmbH“ in Würzburg.

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Verdächtig rund

Der Star-Reporter Claas Relotius stürzt den deutschen ­Journalismus in seine schlimmste Glaubwürdigkeitskrise. Wie aber lassen sich Literatur und Journalismus, bzw. im ­Journalismus Erdichtetes und Wahrhaftes unterscheiden?

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