„Rothenburger Weg“ wird das besondere Wiederaufbaukonzept der Stadt genannt, das nun Weltkulturerbe werden soll. In einer Fachtagung zum Thema ging es nicht nur um Vergangenes, sondern auch um Zukünftiges und den sozialen Gedanken.
Die Gerlachschmiede zählt zwar seit den 50er Jahren des 20. Jh. zu den ikonischen Motiven Rothenburgs, steht aber dank ihres historisierenden Dekors im Gegensatz zu den Prinzipien des „Rothenburger Wegs“ (Vorkriegszustand und heutige Gestaltung). Wie gemalt fügt sich die Gerlachschmiede in die Altstadt, das pittoresk windschiefe Haus versprüht mittelalterlichen Charme, überragt von den Türmen der historischen Stadtmauer. Dabei sind einige Bauwerke jünger als gedacht. Doch davon kann der ahnungslose Betrachter nichts sehen. Dr. Florian Huggenberger, Historiker und Leiter des Stadtarchivs Rothenburg, nennt Rothenburg die „deutscheste [...]