Ausgabe Juli / August 2020 | Kultur

Ein Lied gegen das Virus

Der Küpser Musiker Lukas Rosenberger, alias „ExitRose“, appelliert in seinem Rap-Song „Alle zusammen“ an Vernunft und Solidarität in Zeiten von Corona. Der junge Musiker begeistert damit die Fans im Netz.

Autor: Sabine Raithel | Fotos: Philip Kraus

Der Song geht unter die Haut. Begleitet von rhythmischen Beats rappt Lukas Rosenberger, Künstlername „ExitRose“, den Song „Alle zusammen“. In diesem Musikstück geht es um Corona. Es geht um einen lungenkranken Großvater, um Schwestern und Pfleger – „die Helden des Alltags“, ExitRose – der Rapper aus Oberfranken um Hamsterkäufe und Halbwissen, und um das Gefühl der Isolation. Es geht aber auch darum, wie man sich dieser Prüfung stellen kann: nämlich mit Solidarität und Rücksichtnahme.

Es sei mehr als ein Appell, sagt der 27jährige Musiker aus Küps. Es sei ein Hilferuf. Den Text zu dem Rap-Song hat Lukas Rosenberger selbst verfaßt; die Musik stammt von Torben Schindler, BMS Beats; das Video dazu hat Philip Kraus von extrasolar.studios in Kronach produziert.

ExitRose – der Rapper aus Oberfranken

Krisen befeuern immer auch die Kunst. Im Fall von Corona passiert das derzeit in der Musik am schnellsten und direktesten. Von Elton John bis Lady Gaga, von den Ärzten über Tocotronic und BAP bis zu Rapper Fatoni inspiriert das Virus den musikalischen Genius rund um den Globus. Dabei entsteht viel Bemerkenswertes, aber auch viel Kitsch und viel Pathos. Anders bei Lukas Rosenberger. Sein Rap wirkt mitreißend und kraftvoll; der Text macht Lust darauf, die Ärmel hochzukrempeln und der Pandemie den Stinkefinger zu zeigen.

Lukas Rosenberger, eher der Typ, den man sich – gäbe es nicht Corona – bei strahlendem Sonnenschein gut gelaunt auf einem Surfbrett vor Hawaii vorstellen könnte – intoniert seine Botschaft mit ernstem Gesicht. Er steht allein in seinem dunklen Tonstudio, den Blick konzentriert in die Kamera gerichtet. Seine Worte und Gesten wirken eindringlich. Man nimmt ihm ab, daß er es ernst meint.

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