Corona-Denkmal für Österreich

In der Antike wäre Österreich gar nicht erst erfunden (oder “erschaffen” – wie man will) worden. Die Götter hätten gefürchtet, von den Griechen wegen Allmachtsmißbrauch verklagt zu werden. (Zebaoth läßt sowas natürlich nicht zu. Das ist der Nachteil des Monotheismus!) Wir wollen die kulturellen Leistungen (vom Personal ganz zu schweigen) dieser, zumindest unter Europäern irgendwie schon lästigen Alpenrepublik, die uns erspart geblieben wären, gar nicht groß aufzählen, allenfalls die Richtung andeuten: Sacher-Torte, Kaiserschmarren, Hundertwasser … und es läßt sich immer noch toppen. Das Kulturressort des Landes Steiermark (bekanntlich finsterstes Österreich) schreibt jetzt einen Wettbewerb zur Errichtung einer Corona-Skulptur im öffentlich Raum aus, denn “Der Schwarze Tod schwappte in den vergangenen Jahrhunderten mehrmals in bedrohlichen Wellen über Österreich”. 1680 erst erwischte es sogar Graz und gerne da soll die Corona-Skulptur auch hin. “Damit die Erinnerung (an die Pandemie) nicht nach zwei oder drei Generationen verblaßt oder gänzlich aus dem kollektiven Gedächtnis verschwindet, soll ein imposantes Denkmal noch in Jahrhunderten davon künden, daß 2020 “Schulen, Kindergärten, Gasthäuser, Baumärkte, Frisörsalons, Spielplätze und Parks geschlossen waren”. (Ich bin kurz davor Desinfektionsmittel zu trinken.)

Was soll’s: Eine bessere Arbeit zum Thema als den “Alien” (Bild) von Angelika Summa gibt es ohnehin nicht und die ist bereits 2017 in Australien am Bondi-Beach in Sydney  präsentiert worden.

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