Brotgemeinschaft

Im wahren Leben scheinen Brotgemeinschaften zu funktionieren, so wie hier im Nürnberger Tiergarten aus griechischen Landschildkröten, den von vielen Zeitgenossen heißgeliebten Spatzen und den europäischen Zieseln. Letztere sind die auf dem Bild, bei denen sich manche Tiergartenbesucher (weil sie die Info-Tafeln nicht lesen) unsicher sind, ob es sich um Mäuse, Hamster, Eichhörnchen, Ratten oder fake-animals handelt. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Ziesel zu beobachten. Sie fegen so herzerfrischend übers Gelände … Lateinisch heißen sie übrigens „Spermophilus citellus“, was wörtlich übersetzt „Samenfreund“ bedeutet – ein Schelm, wer etwa angesichts der reichen Nachkommenschaft, Böses dabei denkt – und nur darauf hinweist, daß der Ziesel sich gern von Pflanzensamen ernährt.Und noch ein Vorurteil muß beseitigt werden: Der Ziesel an sich hat mit Golf gar nichts am Hut. Seine Pfötchen sind zu kurz für einen guten Schwung, von seinem Handicap ganz zu schweigen. Die Nagetiere sind lediglich Teilnehmer eines Artenschutzprojektes im Nürnberger Tiergarten und werden demnächst in Tschechien ausgewildert. Dort buddeln sie ihre Löcher auch auf einem Golfplatz. Fällt ein Golfball in ein Zieselloch, darf der Spieler mit einem neuen Ball weiterspielen oder aufhören den kleinen Tierchen auf die Nerven zu gehen. Wie wäre es mit Minigolf oder Bowling?                                             jp/wdw

                                                                                 

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