Weltberühmte Back-Tradition seit 1927
Wohl jeder echte Lebkuchen-Fan kennt das charakteristische rote Herz mit der Burg-Silhouette: Lebkuchen-Schmidt ist der wohl bekannteste Hersteller der weltberühmten Nürnberger Spezialität und anderer feiner Backwaren. Das Traditionsunternehmen verschickt seine unverwechselbaren Pakete bereits seit 1927 von Nürnberg aus in alle Welt – und ist, was vielleicht weniger Menschen wissen, in der Region überaus vielseitig engagiert.
Text: Andreas Hock

Am Anfang stand eine so einfache wie geniale Geschäftsidee: Eine Waggonladung Lebkuchen, die er unerwarteterweise von seinem Bruder erhalten hatte, konfektionierte der Nürnberger Kaufmann Emil Otto Schmidt in abgepackte Sortimente. Die inserierte er wiederum in der Lokalzeitung und schickte die praktischen Pakete den Kunden direkt nach Hause. Das Konzept ging auf, und eines der ersten deutschen Versandhäuser war geboren – noch bevor Unternehmen wie Quelle oder Otto auf den Plan traten. Im Krieg wurde das Werk in der Nürnberger Südstadt vollständig zerstört, doch Emil Schmidt baute seine zuvor florierende Fabrik rasch wieder auf und startete ab 1950 einen beispiellosen Siegeszug mit seinen Produkten, die er bald auch außerhalb Deutschlands versendete und so den Ruf von Lebkuchen-Schmidt als inoffizieller „Botschafter Nürnbergs“ verfestigte.
In den 1960er-Jahren erfand man bei Schmidt dann gewissermaßen den Pop-Up-Store: Durch die Anmietung leerstehender italienischer Eisdielen in der Winterzeit schuf man einen weiteren cleveren Vertriebskanal, der die Marke endgültig in ganz Deutschland populär machte. Rund 150 solcher „Saisonläden“ gibt es inzwischen von Kiel bis Garmisch und seit letztem Jahr erstmals auch in Österreich. Sogar in vielbesuchten Factory Outlets wie in Metzingen oder Zweibrücken sind die schmackhaften Spezialitäten inzwischen zu finden, und in den kommenden Jahren ist als klares Bekenntnis zum stationären Handel sogar eine Erweiterung des Filialnetzes geplant.
Der legendäre Ruf von Schmidt basiert vor allem auf dem unverwechselbaren Geschmack und der außergewöhnlichen Qualität seiner Spezialitäten. Die weihnachtlichen Klassiker vom edlen Elisen bis zum saftigen Zimtstern oder die ganzjährig erhältlichen Gebäckvarianten werden auch heute noch mit viel Leidenschaft nach überlieferten Rezepten und nur aus hochwertigsten Zutaten hergestellt. Außerdem kreieren die so traditionsbewussten wie innovativen Schmidt-Meisterbäcker mit dem „Lebkuchen des Jahres“ immer wieder aufs Neue eine ganz besondere Variante des beliebten Klassikers. Highlight der Genuss-Vielfalt ist jedes Jahr der „Lebkuchen des Jahres“. Für 2025 haben sich die findigen Produktentwickler die „Wildheidelbeere-Marzipan-Elise“ ausgedacht. Die erlesene Komposition aus feinstem Elisen-Lebkuchen, fruchtigen Wildheidelbeeren, Marzipan sowie 25 Prozent Nuss- und Mandelanteil reiht sich ein in die hochwertige Elisen-Kollektion mit den charakteristischen Sechseck-Verpackungen. Alle Sorten vom edlen Klassiker bis zu außergewöhnlichen Varianten mit gebrannter Mandel, Rum-Rosine oder sizilianischer Blutorange können als attraktives 3er- oder 6er-Set mit einem Preisvorteil von bis zu 18 Prozent beliebig miteinander kombiniert werden.

Der Name Schmidt steht aber darüber hinaus seit jeher für eine besondere Firmenkultur, die ihresgleichen sucht: Hauptgesellschafter des Unternehmens ist eine gemeinnützige Stiftung, weshalb sich Lebkuchen-Schmidt für zahlreiche soziale, gesellschaftliche und kulturelle Projekte einsetzt. Das Nürnberger Klassik Open Air etwa unterstützte man von Anfang an als Hauptsponsor, auch das Staatstheater, die Friedrich-Alexander-Universität oder die Nürnberger Tafel profitieren vom Engagement der Lebkuchen-Spezialisten. Besonders ans Herz gewachsen ist den Schmidt-Verantwortlichen das Inklusionsteam des 1. FC Nürnberg, das sich durch die finanzielle Unterstützung einen eigenen Betreuerstab für die knapp 40 beeinträchtigten Sportlerinnen und Sportler leisten konnte. Seit zwei Jahren fungiert Schmidt zudem noch als Hauptförderer des Christkindlesmarktes und hilft auf diese Weise mit, die Weihnachtsstadt Nürnberg der nationalen und internationalen Konkurrenz gegenüber wettbewerbsfähig zu halten. Auf dem Markt selbst wird im populären Schmidt-Hexenhäuschen übrigens laufend frisch gebacken – eine duftende Attraktion für alle Gäste aus Nah und Fern, vor allem für Kinder.
Auch im Umgang mit den Ressourcen setzt die Schmidt-Gruppe auf eine nachhaltige Unternehmensführung, die seit 2023 mit dem anspruchsvollen ZNU-Zertifikat Nachhaltiger Wirtschaften ausgezeichnet ist: Konkrete Maßnahmen in diesem Zusammenhang sind beispielsweise der Einsatz regenerativer Energien in Produktion und Verwaltung, der klimafreundliche Versand aller Pakete, die ausschließliche Verwendung von Fairtrade-Kakaobohnen sowie das Engagement zum Schutz unserer Bienen: Vier Völker finden derzeit auf dem Firmengelände an der Zollhausstraße in Nürnberg eine sichere Heimat. Man darf gespannt sein, was sich Schmidt zum 100-jährigen Jubiläum einfallen lässt, das 2027 gefeiert wird.
Mit der neuen Zentrallogistik in der Nähe des Stammsitzes entsteht bereits ein neues, millionenschweres Leuchtturmprojekt, das die langfristige Zukunft des Traditionsunternehmens sichern soll.

