Kerzentauchen
Text + Fotos: Wolf-Dietrich Weissbach

Seit 275 Jahren werden in dem Familienunternehmen Wachs Schenk in Würzburg Kerzen hergestellt. Und zwar in Handarbeit und nahezu genauso, wie es früher war. Das Personal, wie hier Bianca Knorz (r) beim Kerzentauchen, dem Herstellen von Adventskerzen, ist natürlich jünger und sichtlich mit Ernst bei der Arbeit. (Chef Martin Schenk steht hier nicht als Aufpasser, sondern weil wir ihn aufs Bild gebeten haben.) Der Herstellungsprozeß jedenfalls verläuft so malerisch wie eh und je. Der leicht betörende Bienenwachsduft, die angenehme Raumtemperatur. Die Ruhe der Arbeitsstätte. Die Firma Wachs-Schenk ist kein Großbetrieb!
Es gibt bundesweit nicht mehr viele – wohl um die zehn – Wachszieher. Dabei hat es durchaus etwas Beruhigendes, daß es die wenigstens gibt. Man braucht sich nur vorzustellen, was passiert, wenn demnächst die KI schlechte Laune hat oder einfach unpäßlich ist und es auf einmal dunkel wird, also der Strom für längere Zeit ausfällt (auch industriell keine Kerzen hergestellt werden können). Wir, jeder sollte sich einen ordentlichen Kerzenvorrat anlegen. Wobei man auf Qualität achten sollte, auch wenn das etwas teurer ist. Gute Kerzen brennen länger … sind einfach schöner. (www.wachs-schenk.de) ❚ wdw

