Franken erinnern in Salzburg mit Kammeroper „Liebesfluch“ an Georg Trakl

Während bei den Salzburger Festspielen zum wiederholten Male der „Rosenkavalier“ und „Don Giovanni“ lief, würdigte ein kleines Opern-Ensemble aus Franken einen bedeutenden Sohn der Stadt, den Dichter Georg Trakl, dessen Todestag sich heuer zum 100. Mal jährt. Im Innenhof von Trakls Geburtshaus, in dem sich heute die Trakl-Gedenkstätte befindet, wurde an zwei Abenden die Kammeroper „Liebesfluch“ des Komponisten Hans Kraus-Hübner und der Librettisten Michaela Moritz (beide Nürnberger Land) aufgeführt. Unter dem Dirigat von Marino Formenti spielte das Nürnberger Ensemble Pegnitzschäfer-Klangkonzepte; die Gesangrollen bestritten Monika Teepe, Manuel Krauß (beide Nürnberg) sowie Gail Gilmore (ehemals Staatsoper Nürnberg). Die Figur des Georg Trakl mimten die beiden jungen Salzburger Schauspieler Felix Kammerer und Ben Pascal. Regisseur Bruno Berger-Gorski (Wien) bezog in seine raumgreifende Inszenierung – auch die Galerien der den Hof umschließenden Häuser wurden zu Spielorten – Skulpturen von Daniel Spoerri und Julius Deutschbauer ein, so dass zeitgenössische Musik mit zeitgenössischer Kunst eine Alliance einging. Nach Einschätzung von Harald Lacina (“DER NEUE MERKER” und “DER OPERNFREUND”) wurde das Stück „vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen“.Szene Liebesfluch Salzburg Foto MM

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