Die neue Lust am nackten Fleisch

Weniger ist oftmals mehr. Und so haben auch hierzulande nicht nur überzeugte Umweltschützer, sondern auch Gourmets erkannt, daß es nicht täglich (Gammel-)Fleisch sein muß. Wenn ein Steak auf den Teller kommt, dann bitte von erlesener Qualität und von ethisch einwandfreier Vergangenheit. So wie das Fleisch der Wagyu-Rinder, die Landwirt Peter Hofmann in der Fränkischen Schweiz züchtet.

Annäherungsversuch.

Annäherungsversuch.

Er heißt Kitateruyaso. Das dunkelbraune Fell des Wagyu-Bullen ist so dicht, daß es in der Sonne glänzt wie mit Frisiercreme behandelt. Willig läßt er sich am obligatorischen Nasenring von Peter Hofmann auf die Weide führen. Auf dem weiten Areal steht eine Herde von Mutterkühen mit ihren Kälbern, Fleckvieh und Wagyu-Kühe. Dem tausend Kilo schweren Deckbullen gefällt die Aussicht. Er scharrt mit den Hufen, so daß es staubt, macht „Bella Figura“ – und hat Erfolg. Einige Kühe scharen sich um ihn, zeigen Interesse und Bereitschaft, sich näher auf ihn einzulassen. Kitateruyaso scheint es wie manchem Kunden vor der Fleischtheke zu gehen: Er kann sich nicht entscheiden. Doch wenn er es dann tut, dann ist es durchaus erwünscht. Die Rinder bei Bauer Hofmann dürfen sich bei der Fortpflanzung noch des natürlichen Weges bedienen.

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