Burgherren und Klöppelfrauen

Wer fränkische Geschichte erleben will, ist in Abenberg genau richtig. Die wichtigste Rolle spielt dabei die Festung, die auf ein Jahrtausend zurückblickt. Vor 400 Jahren brachten Nonnen ein Handwerk in die Stadt, das noch heute von Bedeutung ist.

Stolz thront die Festung aus Sandstein am Hügel. Auf dem Luginsland weht die rot-gelbe Fahne. Die Burg ist das
Wahrzeichen des kleinen Städtchens Abenberg im Landkreis Roth, südlich von Nürnberg. Sie ist eine Station der Burgenstraße, die von Heidelberg nach Prag führt. Vor 25 Jahren rettete ein Zweckverband die Burg vor dem Verfall.
Vor 15 Jahren ist das Haus Fränkischer Geschichte dort eingezogen. Kerstin Bienert leitet das Museum. „Wir wollen zeigen, welche Bedeutung Abenberg für die Region hatte“, sagt die Kunsthistorikerin. Denn die Grafen von Abenberg, die die Burg im 11. Jahrhundert bauten, waren einflußreich. Sie verwalteten die Ländereien für den Bischof von Bamberg. Der letzte Graf ging mit Kaiser Barbarossa auf Kreuzzug. Sogar Wolfram von Eschenbach erwähnt Abenberg in seinem Parzival. Dort erzählt er von Ritterspielen, die auf dem Turnierfeld unterhalb der Burg stattfanden. Heute singen dort Stars wie Haindling oder die französische Sängerin Zaz beim alljährlichen Burgfestival.

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