Kategorie: Blog

Blogbeitrag vom 26.07.2020 | Autor + Foto: Wolf-Dietrich-Weißbach

Jugendaufarbeit

Unser MiPrä hat ein Jugendfoto von sich auf Facebook gepostet und ich könnte dadurch nun endlich erfahren, wer das auf meinem Bild (das erst kürzlich in Regensburg entstand) links im Hintergrund ist. Das müssen die Beatles sein. Oder vielleicht doch Jimmy Hendrix?  Egal, irgendwann werde ich es herausfinden. Allerdings muß ich jetzt entscheiden, ob dieses Bild in eine Unterabteilung meiner beliebten Serie gehört: Bilder, die die Welt nicht braucht (und vermutlich auch nie brauchen wird)? Vol. 7 Wenn er dann aber doch Kanzler wird?

Blogbeitrag vom 20.07.2020 | Autor + Foto: Wolf-Dietrich-Weißbach

Leda und der Schwan

Leda und der Schwan am Franken-Schnellweg? (Das Bild lief in den 90ern über die dpa.) Damals wie heute konnte man sich auf den Mangel an klassischer Bildung verlassen. Das trojanische Pferd mag noch zum unverwüstlichen Restbestand wünschenswerter Allgemeinbildung gehören, aber Leda? Womöglich ein Schreibfehler: Fränkisch für Lothar. Und war es überhaupt ein Schwan? War dieser Leda nicht der, der seinen Vater mit einem Schwan ermordete, um seine Mutter zu ehelichen oder war nicht die Mutter der Schwan? Oder war Leda … nein! Leda war eine Frau! Und wer war dann der Schwan? Zeus selbst am Ende? Aber doch nicht auf dem Franken-Schnellweg in Nürnberg? Selbst nachts nicht. Davon abgesehen stellt man sich den Göttervater wohl etwas repräsentativer vor. All das läßt sich heute leider nicht mehr klären. Vielleicht aber hat es dieses Bild gar nicht gegeben.

Blogbeitrag vom 14.07.2020 | Autor + Foto: Wolf-Dietrich-Weißbach

Das Datum für das Malerfürstentum Wredanien schlechthin

Für das Malerfürstentum Neu-Wredanien (vormals “Wredanien”) ist der 14. Juli ein ganz besonderer Tag. Schon gut: Für Frankreich auch, da ist es freilich nur der Nationalfeiertag. Für das Malerfürstentum hingegen ist der 14. Juli 1998 das Datum schlechthin. Damals wurde das Malerfürstentum gegründet; im Jahr darauf konnten die Feierlichkeiten sogar in Anwesenheit des Fürsten Immenlitz (siehe Bild, das über die dpa in der gesamten Republik verbreitet wurde) begangen werden. Übrigens, zu unserer eigenen Überraschung. Wir, Angelika Summa, Brigitte Hausner und Wolf-Dietrich Weissbach, dachten nämlich, daß es sich bei Immenlitz um ein Hirngespinst unseres Atelierkollegen Akimo (Achim Schollenberger) handelte und es den Immenlitz gar nicht gebe. Und dann zog er leibhaftig ein, von weißen Nubiern getragen, bewedelt von seiner Hauptfrau, umjubelt von seinen Untertanen – zur Blütezeit des Künstlerstaates waren das immerhin rund 600 Bürger, die sich mit immer noch gültigen Papieren sogar ausweisen konnten. Ein großer Tag für die Kunstenklave inmitten eines Staatswesens aus Kunstbanausen und Dünnbrettbohrern, Ignoranten und Bildungsfeinden und so Zeug.

Die Gründung des Malerfürstentums Wredanien artete schließlich in ein rauschendes Fest aus, den bald legendären Atelierfesten im Malerfürstentum. Allerdings: Alles hat seine Schattenseiten, lief die Sache mit den Festen irgendwann aus dem Ruder. Nicht nur, daß unser Staatshaushalt, der einzig mit Kulturaktien aus dem Malerfürstentum gespeist wurde, den Ansturm von vielen Heuschrecken nicht mehr gewachsen war. Wir verköstigten für Tausenden D-Marks (damals noch) Unmengen Leute, die ungebeten die Grenze zum Malerfürstentum überschritten hatten, aber uns aus den tiefsten Tiefen ihres Unwesens eigentlich verachteten, mit uns nichts zu tun hatten. Es kam sogar vor, daß uns ein Behältnis mit Spendengeldern gestohlen wurde.

Wie auch immer: Wir konnten den uns eigentlich sehr wohlgesonnenen Fürsten Immenlitz einfach nicht mehr standesgemäß unterbringen und bewirten. Der Kontakt brach leider ab. Wir wissen nicht einmal, ob Immenlitz überhaupt noch lebt. Wenn ja, vielleicht wird es ihm ja zugetragen: Fürst Immenlitz, wir vermissen Dich von ganzem Herzen! Denn das Malerfürstentum besteht immer noch.

Der Frankfurter Kabarettist Bernd Weber (getragen) wird am Mittwoch abend (14.07.1999) als „imaginärer Immenlitz“ (eine Verballhornung der Namen der deutschen Kunstgrößen Immendorff und Baselitz) von vier weißen Nubiern und einer Dienerin (die Erotikmalerin Christine Dumbsky (r)) ins „Malerfürstentum Wredanien“ in Würzburg getragen. Das Malerfürstentum, eine Künstlergruppe um den Maler Akimo und die Bildhauerin Angelika Summa, hatte Weber engagiert, weil er genau ihrem Bild eines Malerfürsten entspricht. Die Künstlergruppe ist bereits mehrfach bundesweit aufgefallen, weil sie neben ihrer ernsthaften Arbeit sich immer wieder satirisch mit der Kunstszene auseinandersetzt, aber auch neue Impulse gibt. U.a. hat das Malerfürstentum Wredanien auch eine bundesweit vertriebene Kunstaktie herausgegeben. dpa/lby
Blogbeitrag vom 12.07.2020 | Autor + Foto: Wolf-Dietrich-Weißbach

Verkaufsberatung direkt im Schlachthof

Verkaufsgespräch (12.03.2001) direkt beim Erzeuger, wie es hätte sein können.

A (rechts): Ich würde Ihnen dieses Stück empfehlen.

B (links): Ja, gut, geben Sie mir davon 300 Gramm. Aber, Herr Metzger, wie steht es denn so mit den Werten? Also. Calcium, Magnesium, Schwermetalle, Vitamine E und B, Eiweiß, Fett, Zucker, BSE, Viren, Nitrat, Kalorien?

A: … keine Sorge: Alles drin!

Blogbeitrag vom 11.07.2020 | Autor + Foto: Wolf-Dietrich-Weißbach

Ahorn oder Radweg?


Gemessen an den Wünschen der deutschen Autofahrer, war die Nürnberger Straße in Würzburg wohl schon seit Jahren eine Katastrophe. Inzwischen wird sie geglättet und verbreitert. Auf Höhe der ehemaligen Feuerwehrschule und entlang der einstigen Faulenberg-Kaserne sind die Arbeiten wohl alsbald fertig – dafür hat man bereits eine ganze Reihe schöner Bäume geopfert. Auch von der anderen Seite – zwischen Einkaufzentrum und Fitnessclub (ehemaliges Möbelhaus) ist die Einleitung in die Nürnberger nun ebenfalls prima asphaltiert. Bleibt ein kleines Stück beim einstigen Glas Keil, einer heutigen Polizeidienststelle, genau da, wo die Innere Aumühlstraße in die Nürnberger mündet. Denkt man sich nun den Verlauf der bereits planierten und markierten Straßenabschnitte konsequent weiter, kann man kaum zu einem anderen Ergebnis kommen: Die beiden prächtigen Ahornbäume (Bild) und rechts und links davon noch einige kleinere sollen vermutlich einem Radweg weichen. Es sei denn, ein Fußgängerweg würde auf die Böschung verlegt, was eigentlich möglich sein müßte. Vielleicht gäbe es sogar noch kreativere Lösungen. Auf jeden Fall wäre es wunderbar, wenn die Ahornbäume stehen blieben. Selbst wenn sie von Fahrbahn und Radweg gesäumt würden, was zudem sehr originell wäre

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