Wiesensalbei – Salvia pratensis

Unsere Serie: Heilkräuter vom Magerrasen: Blaue Schönheit mit berauschender Wirkung

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Warum muß der Mensch sterben, in dessen Garten der Salbei wächst?“ Diese Frage stammt aus dem 12. Jahrhundert und kündet von dem hohen Ansehen der alten Heilpflanze, denn die Antwort lautet: „Gegen des Todes Macht fehlt den Gartenkräutern die Kraft.“ Nicht einmal der Salbei also kann das Lebensende abwenden. Gestellt wird die Frage in einer der ältesten Sammlungen von Gesundheitstips unseres Kulturkreises, dem „Regimen Sanitatis Salernitanum“. In diesem Werk aus der Schule von Salerno finden sich allzeit gültige Hygieneregeln wie „Willst du gesund und munter sein, so halte stets die Hände rein“, aber auch kuriose Warnungen: „Nach dem Essen Mittagsschlaf, auch zu viel Sport, ja sogar Schwips ist fast schon Mord.“
Man hielt den Echten Salbei, Salvia officinalis, also für eine sehr heilkräftige Pflanze. Das gilt in abgeschwächter Form auch für seinen wilden Bruder, den Wiesensalbei. Der macht die geringere medizinische Potenz durch größere Außenwirkung wieder wett.

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