Von der Vielfalt der fränkischen Sprachvarianten oder Was iss, wenn der Moodrissel hinnerschich geht – wässd du dos?

Das Unterfränkische Dialektinstitut (UDI) an der Universität Würzburg dokumentiert die große Vielfalt der regionalen Sprache und fungiert als Schnittstelle zwischen Dialektbasis und Sprachforschung.

Hernerschi!“ Was wie ein temperamentvoll rollender ungarischer Befehl klingt, ist für Werner Luksch das Sesam-Öffne-Dich zu Szenen seiner Kindheit. Mit diesem Befehl manövrierte seine Oma in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Kühe in der Winterhäuser Flur, wenn diese sich nicht recht ins Zuggeschirr fügen wollten oder störrisch in die falsche Richtung drängten. Was das Wort bedeutet, erschließt sich selbst einem echten Unterfranken nicht so ohne weiteres. Also eine ideale Mundartvokabel für „Wässd du dos?“, das Online-Quiz des Unterfränkischen Dialektinstituts. Diese Einrichtung, von Mundartfreunden liebevoll bei seiner Kurzform UDI genannt, wurde am 10. Juli 2003 an der Universität Würzburg eröffnet: als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und als Folgeprojekt des „Sprachatlas von Unterfranken“ (SUF). Seitdem betreiben die Wissenschaftler in Sachen Mundart, aktuell unter der Leitung von Prof. Dr. Wolf Peter Klein, die bewährte und rege genutzte Anlaufstelle für Unterfrankens Dialektforscher, Kulturschaffende in Mundart – dichtend, musizierend, schauspielernd –, Heimatpfleger, Lehrer und ganz allgemein Interessierte.

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