Vom Wildbad zum Bankhaus

Fränkisch-gräflicher Pioniergeist derer zu Castell-Castell

Schon von weitem ist der „Dom am Steigerwald“ sichtbar. Die imposante Kirche erwächst einer Terrasse des Casteller Oberdorfes. Sie dominiert den Hang, überragt die ziegelroten Dächer des Ortes und thront über seinem größten Wohnhaus. Fasziniert schaut Ferdinand Graf Castell zu Castell (Bild) vom Dach seines „Wohnhauses“ auf den Giganten. Ein Gerüst führt ihn um das Dach seines Schlosses herum. Die Renovierung des mächtigen Mansarddaches eröffnet ihm ganz neue Perspektiven. Vom höchsten Punkt des Schlosses aus blickt er zur Kirche empor.Die repräsentative, alles überragende evangelisch-lutherische Grafschaftskirche bildete den Mittelpunkt der einstigen Hauptstadt der reichsunmittelbaren Grafschaft Castell. Die besondere Geschichte des Dorfes spiegelt sich noch heute im Ortsbild wider. Von der Kirche führt eine schmale Gasse bergabwärts vorbei an ehemaligen Beamtenhäusern, die den Regierungssitz umgaben. In einer kleinen Seitenstraße oberhalb des Schlosses steht das sogenannte „Schlößchen“, das am Ende des 18. Jahrhunderts vom Gründer der Castellbank, Friedrich Adolph Zwanziger, bewohnt wurde und jetzt von Fürst Albrecht zu Castell-Castell und seiner Frau, Fürstin Marie-Louise, bewohnt wird. Die Residenz inmitten des Dorfes ist jetzt das Heim von Sohn Ferdinand und seiner Familie. Das Barockschloß, sagt Graf Ferdinand, sei nicht so repräsentativ wie andere Schloßbauten und von daher sehr angenehm zu bewohnen. Es sei einfach ein sehr großes Wohnhaus. Erbaut wurde das dreiflügelige Wohnhaus in den Jahren 1686 bis 1691 durch den Künzelsauer Baumeister Peter Sommer.

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