Vom Mund ins Herz

50 Jahre Autoren Verband Franken - in den letzten Jahren konnte der Verband seine Mitgliederzahl verdoppeln.

Der Vorstand des AutorenVerbandes Franken: Margit Begiebing (Pressesprecherin), Hans Stauder (2. Vors.) und Irmi Kistenfeger-Haupt (1. Vorsitzende). (Foto: Moritz)

Sie wohnen in Maintal, Aschaff enburg und Miltenberg, in Nürnberg, Herzogenaurach und Ansbach, in Forchheim, Coburg und Hof, aber auch in München, Freiburg und Kiel. Und sie haben zwei Dinge gemeinsam: Sie schreiben gern literarische Texte und sie fühlen sich mit Franken verbunden. Naheliegend also, daß diese Leute auch noch ein Drittes gemeinsam haben. Sie sind Mitglieder im „AutorenVerband Franken“ (AVF). Der von Harro Schaeff -Scheefen in Würzburg gegründete Verein hat seinen 50. Geburtstag soeben in bester Verfassung überstanden und blickt gelassen kommenden Jahrzehnten entgegen. Genaugenommen wird er im Februar 52 Jahre alt. Am 12. Februar 1963 nämlich hob der sich für fränkische Mundart begeisternde Würzburger Georg Harro Schaeff -Scheefen den „Fränkischen Autorenkreis“ aus der Taufe, der rund 16 Monate später als „Verband Fränkischer Schriftsteller“ ins Vereinsregister eingetragen wurde. In den ersten Jahrzehnten schwerpunktmäßig ein Hort der Pflege fränkischer Mundart – Gallionsfi – guren waren Dialekt-Poeten wie Fitzgerald Kusz oder Godehard Schramm –, wanderte das Fränkische später vom Mund in die Herzen. Lag es daran, daß die Zahl der in Mundart schreibenden Autoren begrenzt war oder wollte man sich allgemein größeren Kreisen öff nen – jedenfalls beschlossen die Vorstandsaktiven des Jahres 2001, aus den „fränkischen Schriftstellern“ „Autoren mit Bezug zu Franken“ zu machen. So kam der Verein zu seinem jetzigen Namen, mit dem Irmi Kistenfeger-Haupt, die heutige Vorsitzende, ihn kennenlernte. Die pensionierte Deutsch- und Geschichtslehrerin und passionierte Amateur-Schriftstellerin trat dem Verband 2006 bei. 2010 übernahm sie das Amt der Pressesprecherin, 2011 den Vorsitz. Ihr Anliegen war es von Anbeginn, den Verband in ganz Franken bekanntzumachen und neue Mitglieder zu gewinnen – was ihr und ihren Mitstreitern zweifelsohne gelungen ist. Von 45 Mitgliedern im Jahr 2006 hat sich die Zahl auf heute rund 115 mehr als verdoppelt. Geschuldet ist dies der Tatsache, daß der Verband unter ihrer Ägide und der des 2. Vorsitzenden Helmut Stauder (Hösbach bei Aschaff enburg) den Literaturinteressierten Frankens mehr denn je zu hören und zu lesen gab und gibt. Rund 30 Lesungen fi nden pro Jahr im Großraum Nürnberg statt, wo Irmi Kistenfeger-Haupt und die jetzige Pressesprecherin Margit Begiebing, ebenfalls selbst Autorin, wohnen und daher leicht Kontakte zu Veranstaltern knüpfen können. Jeden dritten Donnerstag im Monat sind die Mitglieder und solche, die es vielleicht werden wollen, ins Nürnberger Kulturzentrum K4 eingeladen, um reihum eigene Texte vorzutragen und sie gegenseitig zu kritisieren.

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