Vom Lustschloß für wenige zum Erlebnispark für alle

Konsequent hat die Familie von Bentzel-Sturmfeder-Horneck der geschichtlichen Entwicklung vom Feudalismus zur Demokratie Rechnung getragen. Aus ihrem herrschaftlichen Anwesen wurde ein mittelständisches Unternehmen, das den Eigentümern ermöglicht, ihr Schloß zu erhalten und zu pflegen und zugleich der Bevölkerung einen Ort der Erholung und Unterhaltung bietet. Der Erlebnispark Schloß Thurn lohnt einen Besuch.

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Hannfried Graf von Bentzel-Sturmfeder-Horneck mit seinem Sohn Benedikt Graf von Bentzel (r) auf Schloß Thurn (linkes Bild).

In der Barockzeit hatten Lustschlösser Hochkonjunktur. Abseits vom Hofzeremoniell dienten die versteckt in prächtigen Parkanlagen gelegen Schlösser dem privaten Vergnügen ihrer Besitzer. Die Intimität der kleinen Lustschlösser bildete den Gegenpol zur aufwendigen Hofhaltung und zum hektischen Leben an den Residenzen barocker Fürsten. Ein Refugium ganz besonderer Art errichteten sich zwei Bamberger Domherren am Rande der fränkischen Schweiz inmitten eines Wassergrabens. Die geistlichen Brüder Freiherrn Horneck von Weinheim verliehen  dem Wasserschloß Thurn sein heutiges Aussehen. Die Geschichte des zwischen Nürnberg und Bamberg gelegenen Wasserschlosses zu Thurn beginnt mit einem schlichten Holzturm. Die „Behausung zum Thurm“, die im Jahr 1422 erstmals urkundlich erwähnt wird, geht vermutlich auf eine frühmittelalterliche Turmhügelburg zurück. Noch heute sieht man dem Schloß seine mittelalterlichen Vorgängerbauten an. Der überkuppelte Turm des Südflügels ist in seinem Kern ein mittelalterlicher Torturm. Die Erbauer des barokken Wasserschlosses, die Freiherrn Horneck von Weinheim, fügten dem mittelalterlichen Torbau Flügel an und ließen die älteren Bauten auf der Ostseite des Geländes vereinheitlichen.

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