Verflixt und aufgeknöpft

Friederike und Klaus Köstner aus Kulmbach haben in über dreißig Jahren eine der bedeutendsten Knopfsammlungen der Welt und eine Menge Wissen zusammengetragen. Jetzt arbeiten sie an ihrem ersten Fachbuch. Was wird aus ihrer Sammlung später werden?

Friederike und Klaus Köstner bei ihrer liebsten Beschäftigung, dem Ergründen der Geheimnisse ihrer Knopfsammlung.

Unscheinbar liegt er vor mir: Graublau, mit einer hellen Rille und einem Loch in der Mitte. Das ist der älteste Knopf der Sammlung, etwa 3 500 Jahre alt und aus der Zeit Ramses II. Ich halte ihn vor das Fenster im gemütlichen Wohnzimmer des Ehepaares und erahne die Farbe. Herr Köstner bittet mich, die Lampe zu nehmen. Jetzt erst sehe ich ein intensives Blau, das die Zeiten und Welten überdauert hat und vermutlich leuchtet wie am ersten Tag seiner Fertigstellung. Als die Glaspaste erfunden wurde und der Handwerker Lapislazuli beimischte, das für das leuchtende Blau sorgt. Zwischen römischen und keltischen Knöpfen hatte dieser herausgestochen, erzählen Friederike und Klaus Köstner. Sie konnten ihn zunächst weder zeitlich oder geografisch einordnen. Reisen nach Kairo, Antalya und ins Ägyptische Museum in Berlin brachten Klarheit. Die Konsistenz der Glaspaste sei nicht fälschbar, attestierte man in Berlin; der Knopf aus der Zeit Ramses II. sei echt.

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