Tai Chi im Stadtpark

Ein Portrait des fränkischen Konfuzius-Instituts in Nürnberg

Tai Chi Demonstration am Tag der offenen Tür (Foto: Privat)

Wir sind kein Sprachrohr der kommunistischen Partei.“ Diesen Satz wird Yan Xu-Lackner, Direktorin des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen, nicht müde zu wiederholen. Hingegen die vielen Bilder, die sie von ihrem Heimatland China hat, in Deutschland und speziell in Franken zu vermitteln, das ist es, was sie möchte. Und wer könnte es besser als sie, die seit fast 25 Jahren in Deutschland lebt, mit einem Deutschen verheiratet ist und mit ihm zwei Söhne (10 und 12 Jahre) hat, von denen sie gerade den Katholizismus lernt. Voller Freude sitzt Yan Xu-Lackner in einem der großzügigen, lichtdurchfl uteten Räume eines prächtigen Anwesens nahe dem Nürnberger Stadtpark. Ihr neues Büro. Im Juni konnte das Konfuzius-Institut in das Villen-Erdgeschoß einziehen. Die dritte Adresse des Instituts und die erste, die seiner Bedeutung angemessen ist. Denn an den bisherigen war es sozusagen nur Mitbewohner, zum einen im Gebäude der Sinologie/Japanologie in Erlangen, zum anderen im Haus der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in der Nürnberger Findelgasse. Hier, in den parkettgeschmückten Räumen in der Virchowstraße, werden Sprachinteressierte künftig in die Geheimnisse der chinesischen Schriftzeichen eindringen, werden Kultur- und Politikinteressierte Vorträge hören, werden Kinder chinesisch kochen, werden musisch Interessierte Kalligraphie üben oder sich mit einem chinesischen Musikinstrument vertraut machen und wird der deutsch-chinesische Chor seine Auftritte haben. Auch die in der Findelgasse aufgebaute Spezialbibliothek hat hier nun ihren Platz, denn die Räume im Nürnberger WISO-Gebäude mußte das Institut verlassen. Erhalten bleibt aber der Standort in der Erlanger Artilleriestraße, was der Direktorin sehr wichtig ist. Zum einen, um der dortigen Bevölkerung ein ortsnahes Kursa ngebot machen zu können, zum anderen wegen der vielfältigen Allianzen mit Stadt und Uni – das Institut bietet beispielsweise ein interkulturelles Training für Studenten an, die zwischen China und Deutschland wechseln – und der Nähe zu Siemens, einem der Gründungsmitglieder.

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