Symbolisch korrekt

DieMachtdesBlutes
Immerhin symbolisch korrekt dürfte das alljährliche Theaterspektakel im unterfränkischen Giebelstadt bei Würzburg sein. Erzählt wird stets eine Episode aus dem Leben von Ritter Florian Geyer, der sich – und das ist wohl historisch verbrieft – im Bauernkrieg des Jahres 1525 mit der kirchlichen und weltlichen Obrigkeit angelegt hatte – in diesem Jahr unter dem Titel „Die Macht des Blutes“. Neuerdings spricht man ja vom Histotainment, also Unterhaltung auf der Grund­lage vermeintlich tatsächlicher Geschehnisse. Das gilt zwar auch schon für viele Theaterstücke, aber inzwischen verschmelzen und verschwimmen die Genregrenzen ohnehin. Unstrittig ist jedoch, was seit je auch den besonderen Reiz des Freilichtspiels in Giebelstadt ausmacht: Irgendwann im Verlaufe ihres Lebens und eben des Theater­abends müssen sie laufen.
Die Bauern rennen wie wild, die Pferde preschen im Galopp über die Naturbühne, die Landsknechte hintendrein oder voraus. Egal! Richtig ist jedenfalls, daß die Bauern vor fünfhundert Jahren bestimmt oft Anlaß hatten, um ihr Leben zu rennen.

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