Schwerer Stahl, al dente.

Die Schwellen und die Männer, die sie verlegen, haben manches gemeinsam.

Bahn047

Das ungetüm “Edelweiß” verbiegt Stahlschienen als wären es al-dente gekochte Spaghettis.

Alles fließt. Bahn fahren ist eine bequeme, ja heimelige Art des Reisens: Keine Staus, kaum Baustellen. Die wenigen sind stets auf dem Nachbargleis. Stahl und plumper Schotter: Was sollte da, bitte schön, kaputtgehen? Wer so denkt, weiß nichts vom Bahnfahren. Wenn die vielen Tonnen stündlich von gigantischen Motoren übers Gleis getrieben werden, vibriert der Untergrund. Mit ausdauernder Beharrlichkeit werden Stein und Stahl vom permanenten Beben klein gerieben. Die Spur sackt ab. Das Bundesbahn-Netz ist in Wirklichkeit eine immer währende Baustelle.

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