Schwarz-weißes Phantom auf dem Vormarsch

Die Waschbär-Population in Franken wächst, Hochburg ist derzeit der Landkreis Aschaffenburg. Die Kleinbären breiten sich von Hessen kommend Richtung Süden aus. Zur Plage entwickeln sich dieTiere, wenn sie sich wie in Kassel in der Stadt ansiedeln. Im Naturschutzgebiet Lange Rhön ist der Waschbär inzwischen nach dem Fuchs Hauptfeind Nummer zwei der extrem seltenen Birkhühner.

Keine Frage, putzig sehen Waschbären aus. Doch die possierlichen Tierchen mit den dunklen Knopfaugen und der markanten Gesichtszeichnung entwickeln sich in Teilen Mainfrankens zunehmend zur Plage. Zum einen sind sie sehr anpassungsfähig und siedeln sich auch in Wohngebieten an. Hier entpuppen sie sich schnell als Störenfried, denn weder Essensabfälle noch Dachböden sind vor ihnen sicher. Zum anderen blicken vor allem Jäger mit Sorge auf den Populationsanstieg in der Region, denn: Die kleinen Räuber fressen fast alles, vor allem plündern sie Vogelnester.
Bis vor wenigen Jahren war der Waschbär in Mainfranken kein Thema. Doch erobert der Kleinbär nun von Norden her den Freistaat Bayern. Waschbären-Hochburg ist dabei der Landkreis Aschaffenburg, dicht gefolgt von Bad Kissingen, Main-Spessart und Rhön-Grabfeld. Als Grundlage für die statistische Erhebung dienen die Streckenzahlen des Bayerischen Jagdverbandes. Demnach wurden allein im Landkreis Aschaffenburg im Jagdjahr 2012/2013 347 Tiere erlegt.

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