Santa-Express

„Siehst du einen freien Platz?“ „Nein, Katinka, der Speisewagen ist rappelvoll.“ „Genauso wie der ganze Zug. Hier drängen sich so viele Menschen wie sonst nur auf dem Christkindlesmarkt, und bei jedem zweiten Schritt stolpert man über Tüten und Taschen voller Geschenke.“ „Zwei Tage vor Weihnachten kannst du nichts anderes erwarten.“ „Tu ich aber. Ich fordere wenigstens ein Quentchen Besinnlichkeit. Schau dich doch mal um: gestreßte Mütter, entnervte Väter, quengelnde Kids und überforderte Großeltern. Und dazwischen das schlecht gelaunte Personal. Da vergeht einem wirklich die Weihnachtsstimmung.“ „Dann hätten wir nicht den Zug nehmen dürfen. Obwohl – auf der Autobahn wäre es mindestens genauso stressig. Ein Stau nach dem anderen. Und alle Flüge sind restlos ausgebucht. Ich würde sagen, mit dem ICE haben wir immer noch das bessere Los gezogen.“ „Trotzdem ärgerlich, Paul. Jetzt müssen wir uns den ganzen Weg bis zu unserem Waggon zurückquälen und dabei noch einmal über all die Leute steigen, die die Gänge blockieren – und das mit leerem Magen.“ „Ich verstehe ja deinen Mißmut, Kati, aber … – Moment mal. Schau doch, da hinten, der Tisch ganz am Wagenende.“ „Ist auch besetzt. Da hockt einer und trinkt Bier.“ „Ja, aber er ist allein. Und irgendwie kommt er mir bekannt vor. Fragen wir ihn doch einfach, ob wir uns dazusetzen können.“

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