Rettet die Puppen

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Wenn von Marionetten die Rede ist, dann kann man – zumindest in Franken – kaum umhin, an den 2009 verstorbenen Puppenspieler und vor allem auch Sammler Uwe Brockmüller aus Oberwerrn bei Schweinfurt zu erinnern. Nach wie vor ist nämlich ungeklärt, was mit seiner einfach atemberaubenden Sammlung von Marionetten mit „Bühnenerfahrung“ (im Bild: „gerettete“ Puppen aus dem einstigen Würzburger Marionettentheater, das am 16. März 1945 den Bomben zum Opfer fiel) aus aller Herren Länder geschehen soll.
Der gelernte Maschinenbauer hatte als Puppenspieler nicht nur die Schweinfurter Puppenspieltage, die im Oktober 2013 zum 25. Mal stattgefunden haben, begründet, sondern auch für andere derartige Veranstaltungen bundesweit als Geburtshelfer fungiert, und hatte seit 1974 bis zu seinem Lebensende von seinen ausgiebigen Urlaubsreisen viele Tausende Marionetten mit nach Hause gebracht.
Diese vermutlich weltweit einmalige Marionettensammlung jedoch läuft nun Gefahr, einfach in Vergessenheit zu geraten und schlimmstenfalls ebay-isiert zu werden, weil „verantwortliche“ (gemeint sind für das kulturelle Leben in der Region zuständige Kreise) Stellen in der Stadt Schweinfurt, dem Landkreis und darüber hinaus sich nicht in der Lage sehen, der Witwe die Sammlung zu einem angemessenen Preis abzukaufen, und für die Sammlung ein Museum zu schaffen. Kein Zweifel, ein solches Projekt würde nicht ganz billig, aber es wäre doch wirklich eine sinnvolle Ausgabe für Kultur.

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