Mediterrane Kost mit heimischen Produkten

Kleiner wissenschaftlicher Ernährungstip

Seit Jahren ist die mediterrane Kost Thema vieler wissenschaftlicher Studien und zahlreicher Untersuchungen. Dabei stehen die Eßgewohnheiten der Bewohner rund um das Mittelmeer im Vordergrund. Eine wichtige Rolle spielen aber auch die dortige Lebensart und Eßkultur. Die Menschen in diesen Ländern gehen vieles etwas ruhiger und gelassener an. Man nimmt sich noch Zeit zum Kochen, Essen und Genießen. UNBESTRITTEN ist heute unter Ernährungsexperten, daß die traditionelle Mittelmeerküche ernährungsbedingten Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Gicht, Übergewicht und Verstopfung vorbeugt. Auch das Risiko, an Krebs zu erkranken, kann durch die mediterrane Ernährung vermindert werden. Besonders Brust- und Darmkrebs sind in den Mittelmeerländern weniger verbreitet, und die Lebenserwartung ist durchschnittlich höher als in Nordeuropa. Spricht man heute von „mediterraner Kost“, dann muß man berücksichtigen, daß sich das Eßverhalten in den Mittelmeerländern in den letzten 30 bis 40 Jahren stark geändert hat und sich den nordeuropäischen Ländern immer stärker anpaßt. Wir meinen also die Ernährungsgewohnheit der 60er Jahre, wenn wir von typisch „mediterraner Kost“ sprechen. Eine weitere wichtige Komponente der mediterranen Lebensweise ist die körperliche Aktivität. Leider wird dies oftmals vergessen. Wirkliche körperliche Betätigung bedeutet mehr als ein Glas Wein zu heben. DIE geographischen und klimatischen Verhältnisse in den Mittelmeerländern spielten für die dortigen Ernährungsgewohnheiten natürlich eine entscheidende Rolle. Mildes Klima förderte eine üppige Vegetation, die eine Verwendung besonders pflanzlicher Nahrungsmittel nahelegte. Die teilweise beengten regionalen Gegebenheiten und das gebirgige Hochland erschwerte eine intensive Viehzucht. Da der Mangel an Kühen auch Milch und Butter verknappte, entwickelte sich eine Ernährungsweise, bei der Olivenöl eine wichtige Rolle spielte. Rind- und Kalbfleisch wurden dagegen eher selten gegessen. Darüber hinaus trugen auch die Seefahrer, Händler und Piraten einiges zur „mediterranen Kost“ bei. Sie knüpften ein Netz von Handelsbeziehungen, die auch die entferntesten Teile der Mittelmeerküste miteinander verbanden. Dies ermöglichte den Austausch von fremden Lebensmitteln. Auch arabische Invasoren hinterließen ihre Spuren, besonders in der Türkei und in Nordafrika, so daß hier eine ganz besondere Art der Regionalküche vorzufinden ist. Es entstand eine Ernährungsform, die in den Grundzügen zwar beispielsweise der italienischen ähnlich ist, doch regional typische Eigenarten aufweist. Die traditionelle Mittelmeerküche läßt sich durch folgende Gemeinsamkeiten charakterisieren:

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