Luther und die Hexen

Sogenannte Hexen, also Frauen, die angeblich mit dem Teufel im Bunde waren, wurden noch Anfang des 17. Jahrhunderts in den Fürstbischofsstädten Würzburg und Bamberg gnadenlos verbrannt. Aber wie stand es mit den evangelisch-reformierten Orten? Wie hielt es der Reformator Martin Luther selbst mit den Hexen?

Anläßlich der Lutherdekade und weil Rothenburg selbst seit Mitte des 16. Jahrhunderts evangelisch-lutherisch war, hat Kriminalmuseumsdirektor Markus Hirte zusammen mit etlichen wissenschaftlichen Beratern die Sonderschau „Mit dem Schwert oder festem Glauben? Luther und die Hexen“ konzipiert. Zu besichtigen ist sie weit über den großen Luthertag hinaus – am 31. Oktober 2017 jährt sich der Thesenanschlag in Wittenberg und damit der Beginn der Reformation zum 500. Mal –, nämlich bis Ende 2018. Was durchaus sinnvoll ist, denn ein einziger Besuch reicht wohl kaum, um alle Themenblöcke dieser Ausstellung aufnehmen zu können.
Bei weitem geht es nicht nur um Luther und die Hexen, vielmehr gibt es flankierend zum Hauptthema ausführliche Darlegungen zur Geschichte des Hexenglaubens, zu den Rechtsgrundlagen der Hexenprozesse, zu den Hexenverfolgungen in Europa und Franken, zur Durchführung der Prozesse, zur juristischen und medizinisch-theologischen Auseinandersetzung mit der Hexenproblematik, zur Geschichte der Reformation, zur Biographie Martin Luthers, zur Reforma­tion in Rothenburg und zum vergleichsweise milden Umgang der Reichsstädte Nürnberg und Rothenburg mit den Hexen. Es empfiehlt sich also, Schwerpunkte zu setzen. Wer sich vor allem für Luthers Verhältnis zu den Hexen interessiert, der fängt am besten relativ weit hinten an, sprich im oberen Geschoß etwa bei Tafel 19.

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