Literarisches Quartett mit Frankenwein und Spessartfisch

In der Lichtenau zechte einst Kurt Tucholsky – Heute kommen die Gäste auch wegen der guten Küche.

Ein Geheimtip sieht anders aus! Auf den geräumigen Parkplatz gleich hinter der Hofeinfahrt paßt gerade noch ein Fahrzeug. Die restlichen Stellflächen sind zugeparkt mit Autos aus Frankfurt, Offenbach, Aschaffenburg und natürlich auch aus Würzburg. Und in der Gaststube sitzt man schon dicht an dicht. Wie gut, daß wir rechtzeitig einen Tisch reserviert haben!
Von einem Geheimtip kann beim „Gasthaus im Hochspessart“ in der Lichtenau (Landkreis Main-Spessart) ohnehin nicht die Rede sein, wenn schon Berliner Rundfunksender und Münchner Zeitungshäuser ihre Reporter in diese Waldwildnis schicken, um über das Traditionswirtshaus zu berichten, über das vor bald neunzig Jahren Kurt Tucholsky in einem seiner unvergleichlichen Feuilletons schrieb: „Dies ist nicht das Wirtshaus im Spessart, das liegt in Rohrbrunn – aber wir benennen das um. Hier ist es richtig.“ So sitzen wir zu viert – ein wenig in Gedanken an den großen Satiriker – unter dem ausgestopften Kopf eines kapitalen Keilers und studieren die Speisekarte. Die ist wie ein brillanter Essay: knapp und vielsagend. Forellen, Rehbraten mit Knödel, Rindfleisch, frische Pilze.

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