Liebe Leserinnen, lieber Leser,

Unser Titelbild zeigt die Casteller Gerichtslinde

Unser Titelbild zeigt die Casteller Gerichtslinde

irgendwie hätten wir schon eine Ausrede gefunden, mit der wir Ihnen gegenüber unsere Jubiläumsfeier im kleinsten Kreis – also nur die beiden Herausgeber – in einem Nürnberger Nobelrestaurant hätten rechtfertigen können. Wir hätten sagen können, daß wir unser zehnjähriges Bestehen (im Mai 2005 erschien die erste Ausgabe des Franken-Magazins) würdig begehen wollten; und vermutlich würde uns dies von den meisten Lesern auch gegönnt. Nur, um ehrlich zu sein, finden wir ein Zehnjähriges, jedenfalls für eine Zeitschrift, etwas lächerlich. 25 Jahre … gut, da könnte man ernsthafter über eine Feier nachdenken, die 150ste Ausgabe müßte dann freilich eine ganz besondere sein. Da ist noch etwas hin. Sie halten jetzt die 60ste Ausgabe in Händen, woran mit das Erstaunlichste ist, daß uns 2005 Kollegen, Branchenkenner, Verleger allerhöchstens zwei, drei Ausgaben zugetraut haben. Vielleicht sollten wir doch einmal betonen, daß wir das ohne Startkapital geschafft haben – lediglich mit Ihrer Hilfe, unseren Leserinnen und Lesern. Zehn Jahre Franken-Magazin ist somit vor allem ein Anlaß, uns bei Ihnen zu bedanken.

Und wie macht man das? Am besten mit einer Blume. Womit wir bei unserem vielleicht etwas erklärungsbedürftigen Titelbild wären. Das sollte nämlich, zumindest auf den ersten Blick wie eine Blume, eine Blüte aussehen. Natürlich hätten wir einfach eine Blüte fotografieren können, was selbst Anfang April möglich gewesen wäre. Etwas platt, banal vielleicht, aber möglich. Nur, warum einfach, wenn es auch komplizierter geht. Und bei aller Skepsis gegenüber der Digitalisierung, das eine oder andere läßt sich mit den modernen Techniken bewerkstelligen, das ohne sie nicht möglich wäre. Ein 360 Grad Panorama beispielsweise. Um ein solches handelt es sich nämlich bei unserem Titelbild. Es besteht aus 26 Aufnahmen, die am Computer zu diesem kleinen Planeten verrechnet wurden. Kann man nicht allzu oft machen, weil sich der Gag schnell verbraucht. Aber gleichwohl hat unser Titelbild auch einen direkten Bezug zu einer unserer Geschichten im Heft, ist also nicht bloß Zierde. Das Titelbild zeigt die Casteller Gerichtslinde und damit einen der eindrucksvollen Bäume in Franken, die es uns besonders angetan haben. Lassen Sie sich also diese künstliche Blüte überreichen; Sie begehen auch keinen Frevel, wenn Sie sie vorsichtig entblättern. Wir hoffen, ach was: wir sind überzeugt, daß sie Ihnen Kurzweil und Freude bereitet.

Wolf-Dietrich Weißbach & Stefan Kendl
Die Verleger


Zur Übersicht der Artikel Mai / Juni 2015