Liebe Leserin, lieber Leser.

u1-u4_Umschlag.qxdMan täuscht sich gewiß nicht, wenn man annimmt, daß die Macher (und nicht nur die!) der Ausstellung „Was ist deutsch?“ im Germanischen Nationalmuseum von dem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer zur diesjährigen Fußballweltmeisterschaft einigermaßen überrascht wurden. Wollten sie doch wohl selbst einen kleinen Beitrag zu einem gesunden, sagen wir ruhig: vernünftigen, sozialverträglichen Nationalgefühl leisten. Zwei Jahre lang haben sie sich dem Vernehmen nach um das Image der Deutschen, um Selbstsicht und die Sicht der anderen, und nicht zuletzt auch um die gängigen Klischees bemüht … und dann das. Wobei wohl besonders hervorzuheben ist, daß offensichtlich durch die Identifikation mit Deutschland, von nahezu allen Bevölkerungsschichten bis hin zu ausländischen Mitbürgern getragen, sich sogar das Image der Deutschen im Ausland etwas geändert haben soll. Was deutsch ist, das hat sich gezeigt, war und wurde nicht von einer speziellen Gruppe bestimmt, sondern von einer atemberaubenden Vielfalt. Heften wir uns ruhig ‘mal einen Orden an die Brust: Genau dies ist die Vorstellung, die der Konzeption dieser Zeitschrift zugrunde liegt. Fränkisch ist demnach nicht, was eine Gruppe – welche auch immer – dafür hält, fränkisch ist eine wunderbare Vielfalt, die – natürlich mit gewissen Abstrichen, bis hin zur Landschaft wie unser Titel verdeutlicht, der die einst bewußt angelegte Auffahrt zu Schloß Greifenstein bei Aufseß zeigt – das Ergebnis des Schaffens, Wirkens, der Arbeit von Menschen ist, die sich mit Franken identifizieren. Diesbezüglich gibt es in unserer neuen Ausgabe wieder einiges zu entdecken.
Viel Freude beim Lesen!

Wolf-Dietrich Weißbach & Stefan Kendl
Die Verleger


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