Im Kampf mit dem Teufel

Zwangsweise muß Martin Luther den Sommer 1530 auf der Veste Coburg ver­bringen. Doch trotz innerer Spannungen und gesundheitlicher Probleme schreibt er eine Menge an Briefen, Streitschriften, übersetzt Teile der Bibel und Fabeln des Äsop neu. Denn er will, daß auch das einfache Volk die Texte versteht und alle ­Kinder, auch Mädchen, Zugang zu Bildung bekommen.

Die Dohlen kreischen, Kopfschmerzen martern ihn und sein Freund Melanchthon läßt nichts von sich hören. Martin Luther zerreißt es fast auf dieser Veste in Coburg. Es beginnt schon mit dem Ort: Schutz auf der einen Seite, Ödnis auf der anderen ist ihm die Veste, auf der er sich nun zwangsweise aufhalten muß. Obwohl er für die damalige Zeit komfortabel in zwei Zimmern der fürstlichen Gästewohnung mit herrlicher Aussicht wohnt und vom Kastner (eine Art Verwalter) Paul Bader und dessen Ehefrau Barbara um­sorgt wird und sich auch sehr gut mit ihnen versteht, plagt ihn immer wieder Einsamkeit.

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