Im Himmel der fränkischen Küche

Die „Harmonie“ im oberfränkischen Lichtenberg ist eines der vielen im Biedermeier gegründeten Lokale, in denen sich „Liedertafeln“ und „Gesangskränzchen“ zum Musizieren trafen. Der Bayreuther Dichter Jean Paul fühlte sich dort genauso zu Hause wie der Komponist Max Reger und sein Freund und Solo-Violinist Henry Marteau. Inzwischen hat dort der Kochlöffel den Dirigentenstab abgelöst: Richard Lentz und seine „Frauenschaft“ bieten ihren Gästen im Burgrestaurant Harmonie fränkische Gerichte voller Raffinesse.

Harmonie12Das kleine Wettrennen scheint Richard Lentz sichtlich Spaß zu machen: In seiner weißen Kochjacke läuft er hinter einer schnatternden Gänseschar her und ruft: „Ich schnapp di scho!“ Drei Gänse hat er in Richtung Stadel abgedrängt, jetzt bückt er sich, packt schnell zu und hat auch schon ein prachtvolles Dreikilo-Exemplar im Arm – mit einer Hand hält er die Gans am Kragen fest, damit sie nicht zuschnappen kann. Doch noch ist das Tier zu leicht für einen guten Martinsbraten. Die Gans darf nach kurzem Posieren für den Fotografen wieder zurück auf die Wiese. „Der fehlen mindestens noch zwei Kilo für eine ordentliche Gans“, sagt Richard Lentz und grinst. Er schaut der Gans nach, als ob er sich gerade eine raffinierte Zubereitungsart für den künftigen Gänsebraten überlegt.

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