Gschmarri mit Tiefgang

Als fränkische Kabarettisten und Comedy-Größen wie Frank Markus Barwasser, Urban Priol, Volker Heißmann oder Martin Rassau noch in der Wiege lagen, standen sie schon auf der Bühne: Mehr als drei Jahrzehnte galten die „Peterlesboum” als Aushängeschild fränkischen Humors. Bis der eine, Karl Vogt, 1988 plötzlich starb. Der andere, Willi Händel, blickt zurück.

„Mei Dochder, des für die andiaudoridäre Erziehung. Etz wia ledzdin mei Engala auf die Weld kumma is, hob i’s gfrochd: Is etz des a Bou oder a Madla? Had’s gsachd: Darüber soll unser Kind einmal selbst entscheiden!“ Mit Sprüchen wie diesen brachten die „Peterlesboum“ den ganzen Saal zum Brüllen. Mehr als drei Jahrzehnte galt das Nürnberger Mundartduo als Aushängeschild fränkischen Humors. Mit ihren umgedichteten Schlagern und Sketchen, die sich mit Kleinigkeiten wie Kniescheiben, allgemeinen Wesenszügen der Nürnberger und größeren Katastrophen wie ClubNiederlagen beschäftigten, waren sie weit über die Burgmauern der Noris bekannt. Auf Faschingsbühnen, Firmenund Vereinsfeiern, Kirchweihen, aber auch im Fernsehen sangen sie ihre Lieder – und jeder sang mit. Vor 50 Jahren kam ihre erste Platte heraus – darauf ihr bekanntester Titel „Die Baa“. Zu der Hommage an zwei der wichtigsten Körperteile, die Beine, wird noch heute gelegentlich geschunkelt.

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