Grünes Gewissen

Mit seinen Wiederaufforstungsprojekten in Kolumbien und Brasilien schafft das mittelfränkische Unternehmen Faber-Castell, mehr CO2 zu absorbieren als seine Werke verursachen.

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„Dank Faber-Castell weiss ich, dass wir Hilfe für unsere Familien erhalten werden. Ich glaube an das Projekt, das auch unserer sehr geschädigten Umwelt helfen wird, sich wieder zu erholen. Es hat viele Arbeitsplätze hier in der Gemeinde Za- payan geschaffen.“ – Edgar Tamara, Kleinbauer

Faber-Castells grüne Lunge ist 2000 Hektar groß – das entspricht einer Fläche von ca. 2000 Fußballfeldern. Sie atmet im ärmsten Landstrich Kolumbiens, inmitten einer desaströs überweideten, von Dürren und Überschwemmungen heimgesuchten Region. Daß diese grüne Oase existiert, ist auch Stefan Tschampel zu verdanken. Als die Vereinten Nationen 1997 das Kyoto-Protokoll verabschiedeten, das all diejenigen finanziell belohnen sollte, die aktiv gegen die globale Klimaerwärmung vorgingen, sah der in Kolumbien ansässige Veterinär und Forstexperte für all die Kleinbauern des Bezirks Magdalena eine Chance, dem hoffnungslosen Leben zu entkommen, das den Viehwirten nur wenige Erträge aus dem Verkauf der Milch einbrachte. Schuld an der desolaten Lage der ländlichen Bevölkerung ist die Jahrzehnte lange Abholzung der Naturwälder für Weideflächen der Cebu-Rinder. Die daraus resultierenden Umweltkatastrophen, die sich in der Region am Rio Magdalena alljährlich abspielen, ruinieren die Ernten der Bauern – ein Teufelskreis. Im Bemühen um umweltgerechte Ressourcenplanung traf Faber-Castell 2010 auf Stefan Tschampel, gemeinsam gründete man „Faber-Castell & TH Reforestación,” um gemeinsam mit den Kleinbauern sukzessive große Flächen wiederzubewalden. Nach und nach gewann das Unternehmen immer mehr Landwirte als Kooperationspartner. Auf dem eigenen Ackerland pflanzen sie Gmelina Arborea – ein schnellwüchsiges Laubholz, das hervorragende Eigenschaften für den Einsatz als Bleistiftholz mit sich bringt. Zudem ist es in nur 7 Jahren schlagreif. Für die fleißigen Bauern der ersten Stunde hat sich die Arbeit bereits gelohnt: Die Wälder sprießen. Ihnen gehören 30% des Holzerlöses und ein Drittel aus dem Verkauf der CO2Zertifikate – ein lukrativer Bonus der Vereinten Nationen für Projekte, die den globalen Treibhauseffekt bremsen.

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