Große Oper, wo sie keiner erwartet

Wer bei der „Pocket Opera Company“ die Oper im Mini-Format vermutet, der irrt. Denn, „man kennt das von Damen“, schmunzelt künstlerischer Leiter Franz Killer, „Taschen können unterschiedlich groß sein.“ Und so wird die Nürnberger Kompagnie die weitgehend unbekannte Gluck-Oper „Il parnaso confuso“ am 29. und 30. Juli größer machen als sie eigentlich ist, nämlich zu einem abendfüllenden Ereignis in den Berchinger Sulz-Auen mit Pferden, Pomp und Feuerwerk. Franz Killer und Peter Beat Wyrsch, Regisseur für den „Parnaso“ und vor 42 Jahren einer der zwei Gründer der Company, erzählten dem Franken-Magazin, was die „POC“ nun wirklich ist und was sie zum Finale der bevorstehenden Internationalen Gluck-Opern-Festspiele vorhat.

„,Pocket‘ – das hieß für uns damals einfach ,flexibel in jeder Hinsicht ́“, so Peter Beat Wyrsch. Zusammen mit seinem Kollegen am Opernhaus Nürnberg, dem Dirigenten David Seaman, kam er in den 1970er Jahren auf die Idee, Oper an Orte zu bringen, „wo keiner sie erwartet“. Pate stand das Modell der über Land ziehenden Theatertruppe, das man in England seit Shakespeares Zeiten kennt und das dort gerade eine Renaissance erlebte. So wurde 1974 das Nürnberger Kind namens Pocket Opera Company, kurz POC, aus der Taufe gehoben.

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