Glücklich ohne Auto

Mobilität gilt als Grundbedürfnis des Menschen. Und sie ist entscheidender Motor für die Wirtschaft. Doch das hohe Verkehrsaufkommen hat seine Schattenseiten - Staus, Unfälle, einen hohen Kraftstoffverbrauch,Treibhausgas-Emissionen. Stellt sich die Frage: Mobil auch ohne Auto, geht das? In Franken suchen Privatleute, Initiativen, aber auch Kommunen nach umweltfreundlichen Mobilitätsangeboten.

“Ich habe kein Auto, weil ich’s nicht brauche”, sagt Christoph Leikam. Das klingt erstaunlich, weiß man, daß der 33jährige Realschullehrer nicht nur drei kleine Kinder hat, sondern auch Pferd und Hunde besitzt. Hinzu kommt: Er lebt in keiner Großstadt mit attraktiver Runduminfrastruktur, sondern in der Kleinstadt Hilpoltstein im Landkreis Roth.
Hätte man den jungen Vater vor wenigen Jahren gefragt, ob er aufs Auto verzichten könne, hätte er wohl entsetzt verneint. Tatsächlich findet derzeit vielerorts ein Umdenken in Sachen Mobilität statt. Kommunen entwickeln nachhaltige Konzepte für die Bürger, in Würzburg zum Beispiel gibt es seit Kurzem Mobilstationen. Wer ohne Auto unterwegs ist, kann hier ganz flexibel zwischen Carsharing, Leihrädern, Taxi oder Straßenbahn wählen, wechseln oder auch Mobilitätsangebote kombinieren. Unternehmen, so etwa der Bioverlag in Aschaffenburg, beteiligen sich an staatlich geförderten Modellprojekten wie „mobil.pro.fit“, basteln an Ideen für eine klimaschonende Mobilität im Betrieb und motivieren Mitarbeiter, den Privatwagen stehen zu lassen und auf Fahrgemeinschaften, Bahn und Busse oder Fahrräder umzusteigen. In vielen Städten wie auch Nürnberg verwandelten zum internationalen „PARK(ing) Day“ heuer Bürger und Künstler einen Tag lang graue Stellflächen in farbenfrohe Parks, um zu zeigen, wie es aussehen könnte, wenn es weniger Autos und mehr Platz zum Leben in den Städten gäbe.

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