Gemischte Sätze sind genetische Schatzkammern

Frankens ältester Weinberg ist fast 180 Jahre alt und immer noch voll Kraft.

Es riecht nach feuchter Erde und frisch gepflügten Feldern. Aus dem Dorf in der Nähe hört man das Tuckern eines Traktors. Dahinter reiht sich, dicht bewaldet, eine grüne Hügelkette an die andere. Inmitten dieser bäuerlichen Idylle aus Ackerland und Wäldern, ein paar Kilometer östlich von Volkach am Main (Landkreis Kitzingen), befindet sich der älteste Weinberg Frankens – ein sogenannter gemischter Satz, fast 180 Jahre alt.
Gemischt, weil hier bunt durcheinander die verschiedensten Rebsorten wachsen. Gemischte Sätze waren früher im Weinbau üblich, um gegen die Wechselfälle des Wetters und die Attacken unliebsamer Schädlinge gewappnet zu sein. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts fingen die Winzer an, Weinberge sortenrein zu bestokken. Hier gleicht jede Rebe einer Sorte der anderen wie ein genetisches Abziehbild. Alte Sätze, wie sie auch genannt werden, findet man heute in den deutschen Weinbaugebieten außerhalb Frankens kaum noch.

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