Gegen (fast) alles ist ein Kraut gewachsen

Der Kräuteranbau und die Verarbeitung von Kräutern spielen im Fränkischen Apothekergärtlein Schwebheim bis heute eine große Rolle.

„Wenn ihr abends net schlafen könnt, dann macht drei Wochen lang eine Baldriankur“, rät Altbürgermeister Hans Fischer. „Dazu müssen die Wurzeln früh im Wasser angesetzt und der Sud dann abends erwärmt getrunken werden.“ Es sind die vielen Rezepte und „Gschichtli“, die eine Kräuterwanderung mit Hans Fischer so unterhaltsam machen. Sogar Geranien waren früher ein Heilmittel, erzählt er. „Wenn meine Oma Zahnschmerzen hatte, dann hat sie uns immer ausgeschickt, Geranienblüten zu holen, die hat sie sich dann ins Ohr gesteckt“, erzählt Fischer und muß selbst schmunzeln. Vorm Holunderbaum zieht Fischer seinen Hut, das habe schon Pfarrer Sebastian Kneipp empfohlen. Blüten, Blätter, Beeren, schlichtweg alles sei zu verwenden. Seit Jahrtausenden ist der Holunder für seine Heilkraft bekannt, er soll vor allem das Immunsystem stärken. Aber das sei nicht der Grund, warum früher fast auf jedem Anwesen ein Holunder stand, erklärt Fischer. Der Baum gilt als Schutzbaum und schützt vor bösen Geistern.

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