Gaumenfreude für Gaumenfreunde

Barbara Wenemoser ist für gepflegtes Essen in Würzburg längst eine Institution

„Sie kriegen hier meinen geballten Lebenstraum ab“, sagt Barbara Wenemoser (53). Dabei schweift ihr Blick nicht, wie bei solchen Sätzen üblich, zufrieden im Objekt ihres wahrgewordenen Wunsches, dem Feinkostladen mit Minilokal gleich an der Würzburger „Ludwigbrücke“ umher (Mergentheimer Straße 12). Vielmehr fixiert sie fest die Tischplatte an der wir sitzen. Denn der Tisch ist in ihrer Branche letztlich der Ort, an dem sich alles entscheidet: was an Eßbarem draufkommt, wo dieses Eßbare herkommt, wie man mit ihm umgeht und wie andere, die es herstellten, mit den Produkten und ihren Erzeugern, den Tieren, umgingen. Wenemoser ist seit zehn Jahren Mitglied der „Slow Food“-Bewegung, deren Credo in den drei schlichten Worten „Gut. Sauber. Fair.“ zusammengefaßt ist und die immer mehr Anhänger gewinnt. Was Wenemoser in ihrem Laden verkauft, kommt entweder aus der hiesigen Region, von Erzeugern, die sie kennt, oder von Händlern, die Mitglieder oder Förderer der „Slow Food“-Organisation sind. Einen momentan gängigen Begriff wie „bio“ (zu inflationär und zu lasch), vegan oder vegetarisch (zu ausschließlich) will sie ihrem Geschäft nicht anheften. Ihr Motto lautet: Sie möchte Menschen mit Essen glücklich machen. Und Allergiker sollen hier, wie sie sagt, „keine Angst“ haben.

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