Fränkische Seelenkost

In der Fischküche Reck in Möhrendorf ist die kulinarische Welt noch in bester Ordnung.

Karotten heißen in Franken nicht Möhren, sondern „gälba Rüm“. Schon deshalb erzählt der Ortsname Möhrendorf nichts über das Vorkommen der Gemüsepflanze im Regnitztal. Die nur wenige Kilometer nördlich von Erlangen liegende Gemeinde leitet ihren Namen wahrscheinlich von einem gewissen Mardo ab, der als besonders kühn, verwegen und damit einem Marder ähnlich galt. Aus Mardendorf wurde Merendorf und dann im Laufe der Jahrhunderte Möhrendorf. Eng verwoben mit der Geschichte des Weilers ist die der Gastwirtsfamilie Reck. Im Jahr 1828 erwirbt der Bauer Konrad Reck das Anwesen Oberndorf Nummer 7, sein kleiner Bauernhof steht auf dem Grund des durch einen Brand zerstörten Oberndorfer Schlosses, in dem seit 1375 die Patrizierfamilie Schürstab lebte. Dieser Hof ist nun schon seit über 185 Jahren im Besitz der Familie Reck. Bauer Konrad Reck übergab den Hof an seinen Sohn Benedikt. Der eröffnet 1877 eine Bierwirtschaft und baut einen Tanzsaal an. Der Betrieb wird dann ständig erweitert und von Generation zu Generation übertragen. Aus dem Bauernhof mit Metzgerei wuchs schließlich die Speisegaststätte Reck. Seit zwei Jahren führt Doris Reck-Hartmann den Familienbetrieb mit 25 Mitarbeitern in siebter Generation.

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