Festival junger Künstler in Bayreuth

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In einem Happening, bei den Blumenkindern, den Hippies, endet Richard Wagners Frühwerk, die komische Oper „Das Liebesverbot“, in der Bearbeitung von Georgios Kapoglou, die am 23. und 24. August 2005 als eines der Highlights des 55. Festivals junger Künstler in Bayreuth das Publikum begeisterte. Die Oper in zwei Akten, die Richard Wagner in Anlehnung an William Shakespeares „Maß für Maß” 1833 geschaffen hatte, war 1834 bei ihrer Uraufführung in Magdeburg durchgefallen und gilt heute noch vielen Opernfreunden als Wagners Jugendsünde. Ein Urteil, das die jungen Künstler und Musiker aus halb Europa, Japan, Korea und den USA in einer gut durchdachten, mit viel Witz, jugendlicher Spielfreude und großartigem Gesang auf die Bühne gebrachten Inszenierung Lügen straften. Das von Sissy Thammer geleitete und von der Commerzbank Gebietsfiliale Nürnberg großzügig geförderte Festival junger Künstler versteht sich als „Probebühne für die Jugend der Welt”. „Junge Künstler aus aller Welt erhalten die Gelegenheit, in Bayreuth miteinander zu arbeiten, in Dialog mit bedeutenden Künstlern zu treten und über die Grenzen von Sprache und Nation hinweg ihre Erfahrungen auszutauschen.” Gute Beziehungen zu den Festspielen auf dem Grünen Hügel verstehen sich damit eigentlich von selbst. Alljährlich sind bei dem Festival rund 400 Studenten und Dozenten aus über 35 Ländern anwesend. „Nirgendwo sonst arbeiten junge Künstlerinnen und Künstler so eng mit den Weltspitzen von Musik, Oper, Schauspiel und Literatur zusammen. …” Und die Aufführungen all dessen, was bei dem Festival erarbeitet wird, sind in Bayreuth und darüber hinaus künstlerische und kulturelle Höhepunkte. Man sollte sich das Festival junger Künstler (www.YoungArtistsBayreuth.com) für jedes Jahr vormerken.

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