Ein Stahlriese schraubt sich in den Himmel

Auf dem Kraftwerksgelände der N-ERGIE im Süden Nürnbergs entsteht derzeit einer der höchsten und modernsten Wärmespeicher in Deutschland. Beim Bau des Speichers kommt ein einzigartiges Verfahren zum Einsatz.

Lang anhaltendes Quietschen. Eine blaue Metallfeder, so lang und dick wie ein Unterarm, dehnt sich gemächlich aus. Kurzes Knirschen. Dann zieht sich die Feder wieder zusammen. Ein knapp 1 000 Tonnen schwerer rostbrauner Stahlturm oberhalb der Feder hebt sich zeitgleich um wenige Millimeter an und wandert zehn Zentimeter nach links. Eine 5 000 Kilo schwere Stahlplatte, nahtlos an ihren Vorgänger angefügt, dreht sich mit dem Turm und schmiegt sich sanft ein weiteres Stück an die Außenwand des wachsenden Riesen an. Kurzer Stopp. Dann folgt erneutes Quietschen und Knirschen, Spannen und Entspannen, Heben und Drehen. „Wie ein Korkenzieher windet sich der Behälter Stück für Stück in die Höhe“, erklärt Wolfgang Morgenstern. Er ist der Projektleiter der N-ERGIE für den Wärmespeicher, den das Nürnberger Energieunternehmen gerade an seinem Standort im Nürnberger Stadtteil Sandreuth errichtet. Mit Hilfe des so genannten Spiralmontageverfahrens entsteht bis zum Sommer aus insgesamt 226 einzelnen Stahlplatten ein riesiger Stahlturm mit 26 Metern Durchmesser und 70 Metern Höhe.

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