… ein Baum ist ein Baum ist ein Baum …

Ein Ausstellungsduett in Erlangen beschäftigt sich mit der Sprache und dem Geheimnis der Bäume.

BaumFreudenbergerBäume haben Konjunktur. Baumbücher wie das von Wohlleben zeigen das, Bilder in vielen Kunstausstellungen, Waldführungen des Bundes Naturschutz, Kontroversen um Naturschutzreservate (z. B. im Steigerwald oder im Bayerischen Wald). Vor allem jetzt im Frühlingsaufbruch kann sich wohl selbst der, der sich vielleicht im Herbst über die Laubmengen am Boden aufregt, beim Anblick von überwältigend rascher Blätter- und Blütenfülle seiner lichten Frühlingsgefühle nicht erwehren. Ja, und das vor vierzig Jahren prä-apokalyptisch beschworene „Waldsterben“ ist gottseidank (auch durch Millioneninvestitionen in Forschung und Umforstung) nicht gekommen – nur ab und zu noch Zeitungsmeldungen über Eichenspinner- oder Borkenkäferbefall. Der Baum, friedlich und stattlich von Natur aus, hat ja nur wenig Feinde: Wildverbiß im Jungholz, Sturmwürfe, Nutzholzgewinnung in als Naherholungsgebiete von Städtern genutzten Privatwäldern, Abholzung an Autobahnund Eisenbahn-Böschungen.
All dies und noch weit mehr an Jugend- & Urlaubs- & Wochen- end-& „Mein Freund, der Baum“- Erlebnissen weckt nun eine große Kunstausstellung „Die Sprache und das Geheimnis der Bäume“ im Kunstmuseum Erlangen. Vom 24. April bis 22. Mai sind Werke von sieben anerkannten regionalen Künstlern – wegen der Fülle auf zwei Ausstellungsorte verteilt (Loewenichsches Palais & Neue Galerie des Kunstvereins Erlangen) – zu sehen. Dazu ein wunderbarer, schon wegen der Petersburger Hängung beeindruckender „Baumbilder-Wald“, der mit Werken ausschließlich aus der Sammlung zudem belegt, daß dieses kleine, aber feine Museum moderner Kunst nach 1945 wirklich ganz Franken und die Oberpfalz – von Aschaffenburg über Würzburg bis Regensburg – erfaßt.

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