Eierlauf

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75 Eier, zumeist gekochte, die jeweils im Abstand von zwei Fuß ausgelegt sind, muß in diesem Jahr Matthias Woyke („Sammler“) möglichst schnell einsammeln, während sein Gegner, der „Läufer“, rund zwei Kilometer über die Äcker spurtet.
Letzterer hat beim Remlinger Eierlauf die nur halb so lange, aber weitaus anstrengendere Strekke zu absolvieren. Und es gibt kaum jemanden, der ihn bei seinem einsamen Lauf anfeuert. Anders beim Sammler. Der muß vor aller Augen Ei um Ei, und zwar wirklich jedes einzeln, bei den Eierlaufbürgermeistern im dunklen Anzug abliefern – dazu dient der große Korb. Aber Familie, Freunde und Freundin können den Sammler während des Rennens lauthals unterstützen.
Den Eierlauf gibt es seit 1738. Damals hatte die Regentin Gräfin Dorothea Renata von Castell-Remlingen die Hubeier (Teil des Zehnts, den die Bauern abliefern mußten) der Dorfjugend gespendet mit der Auflage, an Ostern (Ostermontag) ein Fest zu veranstalten.

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