„Edzerdla“

Das Fränkisches MundArt-Festival wird im Juni in Burgbernheim stattfinden.

Einen günstigen Zeitpunkt, der einen Augenblick zur Gelegenheit macht, Möglichkeiten eröffnet und zur Verwirklichung lange gehegter Träume und Wünsche führt, nennen die alten Griechen „Kairos“, die Franken „Edzerdla“. Ein solcher günstiger Moment wurde zum Namensgeber für das geplante Fränkische MundArt-Festival in Burgbernheim im Juni 2016, dessen Entstehung von seinen Initiatoren als eine Geschichte erzählt wird, die schon jetzt Mythos ist, aber sogar der Wahrheit entspricht: Der fränkische Autor Helmut Haberkamm und seine Freunde, die Ingenieurin Annette Sauerhammer aus Burgbernheim und der Erlanger Gemüsehändler Bernhard Engelhardt machten im Mai 2015 einen Spaziergang in Sauerhammers Heimatstadt im Naturpark Frankenhöhe. Sie genossen die außergewöhnliche Landschaft: eine Hochebene mit weitläu gen, von über 30000 Obstbäumen bestandenen Streuobstwiesen, umgeben von Mischwald, rund um die 1250 Jahre alte, von Fachwerkhäusern geprägte Stadt Burgbernheim. Auf dem Kapellenberg am Friedhof, einem Ort, an dem bereits steinzeitliche Siedelungsfunde belegt sind und den man als Kraftort bezeichnen möchte, wenn dieser Begri nicht so abgegriffen wäre, kam von Engelhardt die Idee: Dies ist der rechte Platz für das fränkische Mundartfestival, von dem Haberkamm schon seit langem träumt! Und: Worauf sollte man noch warten? Wann, wenn nicht jetzt? Der Burgbernheimer Bürgermeister Matthias Schwarz wurde kontaktiert und fand die Idee sofort großartig! Die Stadt Burgbernheim, die bereits Erfahrungen auf dem Gebiet von kulturellen Großveranstaltungen, z. B. mit einem Kinofestival, hat, wurde als Veranstalter gewonnen, was durchaus ein Risiko bedeutet. Sponsoren wurden gefunden1, Tageskarten werden zur Finanzierung beitragen, und der Bezirk Mittelfranken fördert das Ganze mit der Absicherung eventueller Verluste.

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