Echtes Labkraut – Galium verum

Unsere Serie: Heilkräuter vom Magerrasen: Güldener Glücksstifter

OLYMPUS DIGITAL CAMERAReine Sinnenfreude – so könnte die prägnante Präsentation dieser Pflanze lauten. Tatsächlich ist das Echte Labkraut ein vielseitiger Stifter von Momenten des Genusses und Wohlbehagens. Ganz augenfällig ist diese Wirkung, wenn man zwischen Mai und September über die Kalk­trockenrasen der Region streift und seine schwellenden Blütenrispen leuchten sieht – als hätte jemand zuvor die Stengel durch zitronengelb gefärbten Milchschaum gezogen. Der leckere Eindruck wird durch den Riechtest bestätigt: Die vielen kleinen Blüten verströmen einen intensiven Honigduft. Ebenfalls verlockend ist der Anblick eines Produktes, an dem das Echte Labkraut mit gleich zwei seiner Talente maßgeblich beteiligt ist: des englischen Chesterkäses.
Der erhält sein appetitliches Gelb­orange durch die färbenden Extrakte des Krautes. Außerdem ist es überhaupt die Basis der Käsewerdung, denn ein enthaltenes Fermentierungsenzym bewirkt die Gerinnung der Milch, zumindest bei traditionell hergestellten Laiben.

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